125. Champions-League-Treffer für den Portugiesen

"Ein anderes Level": CR7 arbeitet am Vermächtnis

Cristiano Ronaldo

Der nächste Streich: Cristiano Ronaldo freut sich über sein 125. Tor in der Champions League. imago

Es ereignete sich am 10. April 2007. Manchester United empfing die AS Rom zum Viertelfinal-Rückspiel der Saison 2006/07, die Red Devils hatten einen 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen. Was folgte, war eine Fußball-Lehrstunde, ein unvergessener Tag für viele United-Anhänger. Mit dabei: Ein 22-jähriger Portugiese in seinem 27. Champions-League-Einsatz.

Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro avancierte mit zwei Treffern und einem Assist beim spektakulären 7:1 zu einem der Matchwinner. Das Besondere daran: Es waren die ersten beiden Treffer des heutigen fünfmaligen Ballon-d'Or-Titelträgers. Auf den Tag genau zwölf Jahre später stehen 125 Königsklassentreffer bei 161 Einsätzen zu Buche, kein anderer Spieler hat mehr Tore in diesem Wettbewerb erzielt.

Eindrucksvolle Bilanz ab dem Viertelfinale

Beim 1:1 von Juventus in Amsterdam am Mittwochabend war Cristiano Ronaldo kurz vor der Pause in unnachahmlicher Weise das 125. Tor gelungen, es war zugleich sein 41. Treffer im 48. Einsatz ab dem Viertelfinale. Zum Vergleich: Der Zweitbeste in dieser Kategorie, ein gewisser Lionel Messi, bringt es auf 16 Tore (in 36 Spielen).

CR7 arbeitet weiter unermüdlich an seinem Vermächtnis und hat seinen Killerinstinkt vor dem gegnerischen Tor auch mit nunmehr 34 Jahren nicht verloren. Das bewies er in der 45. Minute in der Johan Cruijff ArenA, als er Joao Cancelos Flanke per Flugkopfball zum 1:0 ins Tor beförderte. Wie er sich zuvor instinktiv in den freien Raum zwischen den Innenverteidigern bewegt hatte, imponierte seinem Trainer Max Allegri, der nach dem Spiel das "Gespür für das Timing" hervorhob: "Er hat wieder einmal bewiesen, dass er auf einem anderen Level spielt."

"Wenn ein wichtiges Spiel ansteht, ist er da"

Gerade rechtzeitig hatte sich Ronaldo nach der vor etwas mehr als zwei Wochen erlittenen Verletzung zurück- und für die Partie in Amsterdam fitgemeldet. Zum Leidwesen des jungen Ajax-Kapitäns Matthijs de Ligt, der Ronaldo vor dem Gegentreffer aus den Augen verloren hatte und hinterher vom Killerinstinkt des Stürmers sprach: "Er wartet auf den freien Raum und sprintet dann zwischen zwei Männern hinein." Der Zeitpunkt des Ronaldo-Comebacks hatte seine Kollegen indes nicht überrascht, wie Alex Sandro zugab: "Wenn ein wichtiges Spiel ansteht, ist er immer da."

psz

Bilder zur Partie Ajax Amsterdam - Juventus Turin