Dresdens Allrounder spielt sich unter Fiel fest

Atik: "Und wenn ich Drecksarbeit machen muss"

Immer mit Emotionen dabei: Dresdens Baris Atik.

Immer mit Emotionen dabei: Dresdens Baris Atik. imago

Baris Atik ist ein echter Offensiv-Allrounder. Für die SGD kam er in dieser Saison bereits auf sieben verschiedenen Positionen zum Einsatz (Zehner, Achter, Sechser und im Mittelfeld und Sturm jeweils auf beiden Außenseiten). Insgesamt 21 Einsätze stehen für den 24-Jährigen zu Buche (drittbester Dynamo-Akteur, kicker-Notendurchschnitt 3,19). Unangefochtener Stammspieler war er bei jeweils neun Ein- und Auswechslungen allerdings nie.

Atik unter neuem Trainer gefragt

Aber Fiel setzt auf den Deutschtürken. Viermal kam er von Beginn an zum Einsatz, einmal wurde er kurz nach der Pause eingewechselt. Die Vielspieler Aias Aosman (erst zwei Einsätze unter Fiel) und Rico Benatelli (seit zwei Spielen nicht im Kader) verdrängte er ins zweite Glied.

Zunächst wurde er im rechten Mittelfeld eingesetzt, dann auf der Sechs und daraufhin auf der linken Flanke - an seiner Variabilität änderte sich auch in den ersten drei Spielen unter Fiel nichts. Atik spielte wieder da, wo er gebraucht wurde. Seit zwei Spielen ist er wieder auf seiner Kernposition im zentralen offensiven Mittelfeld beheimatet. Seine Lieblingsrolle, wie er gegenüber "Sportbuzzer" preisgab: "Weil ich da öfter den Ball habe. Ich brauche den Ball, bin ja auch ballverliebt."

Wenn der Trainer mich in der Innenverteidigung haben will, dann spiele ich in der Innenverteidigung.

Dresdens Offensivakteur Baris Atik

Ein Problem mit seiner persönlichen Rotation hat der ehemalige türkische Juniorennationalspieler trotzdem nicht: "Wenn der Trainer mich in der Innenverteidigung haben will, dann spiele ich in der Innenverteidigung. Und wenn ich Drecksarbeit machen muss, mache ich auch das."

Ohnehin scheint der ehemalige Hoffenheimer ( die TSG besitzt eine Rückkaufoption ) mit seinem emotionalen Trainer auf einer Wellenlänge zu sein. Atiks Spiel zeichne sich nach eigener Aussage erheblich durch seine Leidenschaft aus: "Ich brauche meine Emotionen im Spiel, ich liebe die Fans. Das ist ein emotionaler Verein. Ich kann nicht bei einem Verein spielen, der emotionslos ist."

Fiel erkennt sich in Atik wieder

Auch Diskussionen mit dem Unparteiischen gehören beim 1,69-Meter-Mann dazu. Sein Coach Fiel erkennt sich diesbezüglich in Atik wieder: "Viele Trainer von mir haben sich auch gewünscht, dass ich nicht so viel mit dem Schiedsrichter diskutiere. Das hat seine Zeit gebraucht, bis ich klar war in der Birne und gemerkt habe, dass es sowieso nichts bringt. Das wird der Junge auch noch lernen."

Bis dahin wird Atik wohl weiter versuchen, seine Stärken aus der Emotionalität zu ziehen. Gerade beim kommenden Abstiegsduell am Samstag gegen den Tabellen-15. Sandhausen (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ist die passende Einstellung gefragt - womöglich wieder mit Atik in der Startelf.

kon