Trotz 0:1: Guardiola verteilt Lob

Gündogan: "Deswegen sind wir noch keine große Mannschaft"

Zu spät dran: Heung-Min Son entwischt Ilkay Gündogan (r.).

Zu spät dran: Heung-Min Son entwischt Ilkay Gündogan (r.). imago

Wenn man die reinen Zahlen betrachtet, dann war es wahrlich keine starke Leistung von Manchester City bei den Spurs. Mit Ausnahme des Ballbesitzes hatten die Londoner die besseren Werte vorzuweisen - und dennoch sah Guardiola wenig Grund zur Kritik. "Das Spiel war gut. Wir waren gut", sagte der Erfolgscoach nach Abpfiff bei "Sky" und hob hervor, dass sein Team die Partie "kontrolliert" habe. Guardiola gab aber auch zu, dass seine Elf "nicht viele Chancen" hatte, dennoch seien es "genug" gewesen. Unter dem Strich war "es eine gute Vorstellung", wie der Katalane erklärte, "aber wir haben verloren".

Ein ganz anderes Spiel hatte derweil Ilkay Gündogan miterlebt. Der 28-Jährige führte gleich mehrere Gründe für die 0:1-Niederlage an. So sei ManCity "im Spielaufbau nicht mutig genug" gewesen und habe "viele einfache Fehler gemacht". Erklären konnte sich Gündogan das nicht, er stellte gar die mentale Stabilität der Himmelblauen in Frage: "Ich habe das Gefühl, dass uns in wichtigen Spielen die Nerven flattern."

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Wenn wir den reingemacht hätten, dann hätten wir Tottenham auseinandergenommen.

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Dabei müsse man "gerade in großen Spielen die Ruhe behalten". Dies hätte ManCity schlichtweg nicht getan. "Wir haben immer die falschen Entscheidungen getroffen", führte der deutsche Nationalspieler aus und suchte nach möglichen Erklärungen. Seiner Meinung nach wollen "wir in solchen Spielen das Besondere machen. Aber manchmal ist weniger mehr."

Alles schlecht machen wollte Gündogan dann aber auch nicht, so hob er hervor, dass man "lange die Null gehalten" habe und dass der Treffer von Heung-Min Son in der 78. Minute aus einer Einzelaktion entsprungen sei, "wobei man das Tor verteidigen" hätte können.

Der nicht verwandelte Elfmeter von Sergio Aguero nach 13 Minuten war für Gündogan die Schlüsselszene des Spiels. "Solche Negativereignisse werfen uns immer viel zu sehr zurück. Wenn wir den reingemacht hätten, dann hätten wir Tottenham auseinandergenommen", war sich der 28-Jährige sicher: "So nehmen wir uns selber ein Stück weit aus dem Spiel. Das darf einer großen Mannschaft nicht passieren - und deswegen sind wir noch keine."

drm

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