Dortmund: 300 BVB-Fans begrüßen die Spieler

Favre versucht, "das Team locker zu machen"

Muss im Training wieder den Spaß am Fußball vermitteln: BVB-Coach Lucien Favre.

Muss im Training wieder den Spaß am Fußball vermitteln: BVB-Coach Lucien Favre. imago

Für 10.30 Uhr war der Beginn der Einheit öffentlich ausgeschrieben, doch die anwesenden Zuschauer auf dem Trainingsgelände des BVB schauten zunächst aufs leere Grün. Erst 45 Minuten nach dem eigentlichen Start ließen sich die Borussen blicken - und gingen dann auf Tuchfühlung. Ganz nah dran an den Fans an der Bande ließ Favre bei der Rückkehr in den Alltag die üblichen Inhalte trainieren: Passspiel unter Druck, auf engstem Raum und mit wenigen Kontakten.

Während der Großteil der Mannschaft direkt vor den Zuschauern - und unter den Blicken von Sportdirektor Michael Zorc und Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl - trainierte, arbeiten Paco Alcacer (Arm-Verletzung) und Raphael Guerreiro (muskuläre Probleme) im Hintergrund individuell an ihrer Rückkehr in den Spielbetrieb. Abdou Diallo trat kürzer und absolvierte nur einen Teil der rund 75 Minuten langen Einheit mit seinen Teamkollegen. Jadon Sancho und Lukasz Piszczek fehlten dagegen komplett - sie waren mit leichten Problemen aus München zurückkehrt.

Am Samstag trifft der BVB im Signal Iduna Park auf Mainz 05 - und muss bis dahin möglichst schnell die deftige Pleite in München wegstecken. "Die Aufgabe ist jetzt, diese Niederlage zu verarbeiten", sagt Klubboss Hans-Joachim Watzke. Lucien Favre werde versuchen, "die Mannschaft locker zu machen, so dass sie wieder Spaß am Fußball hat". Der vorsichtige Applaus, den die Fans dem BVB am Dienstag spendierten, dürfte bei diesem Unterfangen zumindest ein kleines Stück geholfen haben.

Matthias Dersch

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