Präsident Bartomeu verrät Details aus dem Poker um den Franzosen

Barça nicht flüssig: Deshalb ging Pogba zu ManUnited

Wäre 2016 bei Barcelona gelandet, wenn die Katalanen flüssig genug gewesen wären: Paul Pogba.

Wäre 2016 bei Barcelona gelandet, wenn die Katalanen flüssig genug gewesen wären: Paul Pogba. imago

2015 spielte der Franzose eine überragende Saison bei Juventus Turin. Es war seine vierte bei der Alten Dame und die Zeichen standen vermehrt auf Abschied. ManUnited, wo der mittlerweile 26-Jährige schon zwischen 2009 und 2012 unter Vertrag gestanden hatte (drei Ligaspiele), und der FC Barcelona waren damals die heißesten Interessenten. "Wir haben Juve einfach gesagt, dass wir interessiert seien, wenn sie ihn eines Tages verkaufen würden", verriet Bartomeu.

Dabei wurde mit Pogbas Berater Mino Raiola eine Vereinbarung getroffen, wonach die Katalanen jedwedes Angebot für Pogba von einem anderen Verein mit einem eigenen, gleich hohen Angebot kontern können - um dann auch den Zuschlag zu bekommen. Das Problem beim Poker um Pogba: Als Manchchester United im Sommer 2016 die damalige Rekordsumme von 105 Millionen Euro bot, war der FC Barcelona aus dem Rennen. "Wir konnten uns diesen Betrag zu diesem Zeitpunkt nicht leisten", gab Bartomeu zu.

Wir konnten uns diesen Betrag zu diesem Zeitpunkt nicht leisten.

Barcelonas Präsident Josep Maria Bartomeu

Mittlerweile sei der aktuelle Tabellenführer der spanischen Liga allerdings in der Lage, mit den finanzstärksten Klubs in Europa wieder mitzuhalten auf dem Transfermarkt. "Die Lücke, die wir zu ManUnited hatten, haben wir im Moment nicht. Jetzt sind wir auf einem ähnlichen Niveau."

Pogbas Zeit bei Manchester United erlebte seit 2016 Höhen und Tiefen. In Sachen Titel durfte sich der Mittelfeldspieler über den englischen Liga-Pokal und den Erfolg in der Europa League freuen - beide Trophäen stemmte Pogba in der Saison 2016/17 hoch. Die jüngere Vergangenheit in Old Trafford war beeinträchtigt vom schwierigen Verhältnis zu Ex-Trainer José Mourinho.

Unter Ole Gunnar Solskjaer, Mourinhos Nachfolger, blühte Pogba wieder auf und hat einen maßgeblichen Anteil daran, dass die Red Devils eine scheinbar völlig verkorkste Saison in der Königsklasse und möglicherweise auch in der Premier League noch retten können.

Seit 2016 war der FC Barcelona einmal Meister (2018) und zweimal Pokalsieger (2017 und 2018).

bst

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