Pause für Drexler und Cordoba?

Kölns Erfolgsrezept: Kampf und defensiver Einsatz

Timo Horn und Jonas Hector,1. FC Köln

Gelöste Stimmung beim 1. FC Köln: Timo Horn und Jonas Hector. picture alliance

Aber: Aufkommende Euphorie findet aktuell keinen Platz bei den Kölnern, weder bei Geschäftsführer Armin Veh ("Aufgestiegen sind wir, wenn wir rechnerisch durch sind!") noch beim Trainer: "Wir brauchen Punkte, noch reicht es nicht", sagt Anfang, der allerdings aus seinem Stolz über das Erreichte keinen Hehl macht: "Die Jungs machen es aktuell gut." Was Anfang besonders freut: "Sie versuchen es nicht nur über fußballerische Glanzleistungen, sondern über den Kampf von der ersten bis zur letzten Sekunde."

Mit Befriedigung konstatierte der Trainer, dass man zuletzt zunehmend zu Null spielte: "Das ist schön, die Jungs zeigen, dass sie einen Prozess durchgemacht haben." Dreimal in den letzten fünf Spielen ließen die Kölner kein Gegentor zu. Warnen muss er die Spieler vor Gegner Duisburg nicht, im Gegenteil: "Wir haben im Hinspiel unglücklich verloren, das ist natürlich noch im Hinterkopf bei den Jungs. Das wollen wir jetzt besser machen."

Jorge Meré fällt aus

Wer dabei helfen kann, steht noch nicht fest. Dominick Drexler und Jhon Cordoba war die Belastung der vergangenen Wochen deutlich anzumerken, möglicherweise werden sie in Duisburg eine Pause verordnet bekommen. Auf jeden Fall pausieren muss der Spanier Jorge Meré, der Abwehrspieler leidet unter Adduktorenproblemen. Sollte man zum Ergebnis kommen, dass Cordoba und Drexler eine Pause guttun würde, wäre dies eine Chance für Louis Schaub im offensiven Mittelfeld und für Anthony Modeste, der dann neben Simon Terodde von Beginn an stürmen würde.

Modeste fehlt Spielpraxis

Beim 2:0-Erfolg in Heidenheim präsentierte sich Modeste wenig überzeugend, was Anfang allerdings nicht zu hoch bewerten will. Zum einen sei er von der Mannschaft nicht in die typischen Situationen gebracht worden, zum anderen fehle dem Franzosen die nötige Spielpraxis. Anfang: "Wir müssen ihm Spielzeit geben." Davon hatte er in den vergangenen Monaten durch seine spezielle Situation deutlich zu wenig, der Trainer ist überzeugt, dass sich dies mit der Zeit einpendelt: "Es wird bei ihm wieder so werden, wie es mal war. Da bin ich mir ganz sicher."

Frank Lußem

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