PSG-Stürmer entschuldigt sich für sein Missgeschick

Choupo-Motings Aussetzer und sein Versuch einer Erklärung

Drin? Nicht drin. Eric Maxim Choupo-Moting leistete sich einen Blackout.

Drin? Nicht drin. Eric Maxim Choupo-Moting leistete sich einen Blackout. imago

"L'Equipe" kannte keine Gnade. Auf ihrer Titelseite druckte die französische Sportzeitung die Szene ab, die Choupo-Moting zweifelhaften Ruhm einbrachte. Wie der Ex-Bundesligaspieler den Ball seines eigenen Mitspielers gegen Racing Straßburg von der Linie kratzt, beinahe im Stile eines Abwehrspielers. Weit und breit war kein Gegenspieler mehr, das Leder wäre ohne dessen Eingreifen im Tor gelandet. Doch Choupo-Moting berührte den Ball derart unglücklich, dass er an den Pfosten sprang. "Dieses unglaubliche Missgeschick geht in die Geschichte ein", schrieb die Zeitung.

Vor dieser Szene hatte der 30-Jährige das 1:0 erzielt (13.), die Straßburger in der 26. Minute durch da Costa ausgeglichen. Es wäre das 2:1 gewesen für PSG, stattdessen schlugen die Gäste vor der Pause ein weiteres Mal in Person von Goncalves (38.) zu. Thilo Kehrer rettete den Parisern mit seinem Kopfballtreffer zum 2:2 (82.) immerhin noch den Punkt. Meisterschaft vertagt.

Missglückter Torklau? Choupo-Moting wehrt sich

kicker.tv Hintergrund

"Schwer zu erklären": Choupo-Motings Fehlschuss verschiebt PSG-Meisterschaft

alle Videos in der Übersicht

Choupo-Moting war anschließend bemüht, dem TV-Sender "Canal+" eine Erklärung zu liefern, warum er den Lupfer seines Mitspielers Christopher Nkunku quasi klärte. "Am Anfang dachte ich, Nkunku wollte zu mir passen, ich dachte, der Verteidiger käme noch an den Ball, ich dachte, ich stehe im Abseits, ich zögere und dann geht der Ball an den Pfosten", sagte er. Es tue ihm leid, "ich wollte meinem Mitspieler nicht das Tor stehlen. Dann kam mein schlechter Reflex. Ich muss das Ding einfach durchlassen oder reinschieben", sagte er. "Das ist schwer zu erklären."

Das war wohl Murphys Gesetz.

Thomas Tuchel zu der kuriosen Szene

So sah es auch L'Equipe. "Diese Sequenz bleibt ein Mysterium", hieß es dort. Sie werde Choupo-Moting "bis ans Ende seiner Karriere verfolgen". Da Verfolger OSC Lille bei Stade Reims nur 1:1 spielte, hätten Paris und Trainer Thomas Tuchel die Meisterschaft mit einem Sieg perfekt machen können. "Das war die Möglichkeit zum 2:1, und dann hat er das getan. Ich weiß nicht, warum. Das war wohl Murphys Gesetz", sagte Tuchel zu der Szene.

Schwerwiegende Folgen hat der Fauxpas allerdings nicht: PSG hat an der Spitze der Ligue 1 weiter 20 Punkte Vorsprung.

las/dpa/sid