Bundesliga

Bundesliga, Bayer Leverkusen - Simon Rolfes: "Das ist ein Zeichen für uns"

Sportdirektor erwartet harten Kampf um Europa bis zum letzten Spieltag

Rolfes: "Das ist ein Zeichen für uns"

Simon Rolfes

Erwartet ein Fotofinish um Europa: Simon Rolfes, Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen. imago

Seine Prognose sieht eine Entscheidung auf den letzten Drücker vor. Denn nachdem sich vor zwei Spieltagen für Bayer 04 noch vielversprechende Perspektiven auftaten, sogar die Champions League erreichen zu können und die Konkurrenten um die internationalen Plätze wie Werder Bremen und 1899 Hoffenheim vorzeitig abzuhängen, so hat sich das Bild nach den Niederlagen gegen diese beiden Teams gravierend verändert. Statt Platz 4 im Visier, hat Leverkusen mit dem 7. Tabellenplatz die internationalen Ränge verlassen. "Es ist alles eng zusammen. Auch andere Mannschaften spielen eine gute Rückserie. Es ist ein harter Kampf. Wir sind mittendrin", beurteilt Rolfes die Lage sieben Spieltage vor dem Saisonfinale, in dem er einen engen Zieleinlauf erwartet "Dieser Kampf wird bis zum letzten Spieltag gehen."

Trotz der beiden Rückschläge beharrt der Sportdirektor auf einem optimistischen Blick. "Wir haben noch alle Chancen, unsere Ziele zu erreichen", sagt der 37-Jährige, der weiß, dass sich Bayer aber wieder defensiv stabilisieren muss, um beim Endspurt des Marathons Bundesliga nicht mit Rückstand auf die Zielgerade einzubiegen.

"Du musst daraus lernen, dich anpassen"

Die Konteranfälligkeit gegen Bremen und Hoffenheim ist ihm ein Dorn im Auge. "Du darfst nicht diese Gegentore kassieren", moniert er, "da müssen wir wachsam sein." Entsprechend erwartet er, dass Trainer und Mannschaft die richtigen Rückschlüsse aus den jüngsten Niederlagen ziehen. "Du musst daraus lernen, dich anpassen. Das ist ein permanenter Prozess", sagt Rolfes, der das aktuelle Tief nicht überbewerten möchte. "Es gibt immer wieder unterschiedliche Phasen in einer Saison. Die Gegner machen sich auch Gedanken. Du bekommst immer neue Aufgaben gestellt. Die musst du bearbeiten", so der Sportdirektor, der erklärt, dass die jüngsten zwei Gegner die entsprechende Qualität und einen ebensolchen Plan mitbrachten, um Bayers Schwächen zu nutzen. "Beide haben es gut gemacht", sagt Rolfes, "das ist ein Zeichen für uns, dass wir uns weiter verbessern müssen." Schon in dieser Woche, denn gegen Leipzig braucht Bayer einen Sieg, um keinen Negativtrend entstehen zu lassen. Rolfes: "Am Samstag müssen wir sehen, dass wir erfolgreich sind."

Stephan von Nocks

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