HSV steht zum ersten Mal seit 2009 im Halbfinale

Lasoggas Zukunft: "Ich hänge an diesem Verein"

Pierre-Michel Lasogga

Von den Fans gefeierter Matchwinner: HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga. imago

Schon im ersten Durchgang hatte der HSV im Duell mit Ligakonkurrent Paderborn die gefährlicheren Möglichkeiten gehabt, nach der Pause schlugen die Hanseaten schließlich durch einen Standard zu. Lasogga, der kurz zuvor schon eine Eckball-Hereingabe gefährlich auf das Tor gelenkt hatte, war wieder zur Stelle und wuchtete den Ball diesmal über die Linie - so wie es sein Trainer Hannes Wolf vorgegeben hatte. "Er hat gesagt, dass Standards heute enorm wichtig sind, weil wir einen Größenvorteil haben", sagte der Torschütze bei "Sky".

Mit Comebacker Kyriakos Papadopoulos hatte Wolf einen weiteren wuchtigen Kopfballspieler ins Rennen geschickt und damit für zusätzliche Präsenz im Paderborner Strafraum bei Freistößen und Ecken gesorgt. Der Plan ging auf. "Das war der Dosenöffner", so Lasogga über sein 1:0. "Paderborn hat in der ersten Hälfte gut dagegengehalten. Im zweiten Durchgang war es enorm wichtig, dass wir in Führung gegangen sind."

Wir haben uns so viel vorgenommen. Es war ein außergewöhnlicher Abend.

Pierre-Michel Lasogga

Es dauerte nicht lange, bis sein Team nachlegte - und wieder war Lasogga der Torschütze. Der 27-Jährige ließ SCP-Keeper Leopold Zingerle mit einem satten Flachschuss keine Chance. "Ich denke, das war mehr als verdient", fasste der Doppelpacker die Partie zusammen. "Wir haben uns so viel vorgenommen. Es war ein außergewöhnlicher Abend."

Lasogga peilt den Aufstieg und das Pokalfinale an

Außergewöhnlich für seinen Klub, der zum ersten Mal seit 2009 wieder in die Vorschlussrunde vordrang (damals 2:4 gegen Werder Bremen). Außergewöhnlich aber auch für den Stürmer selbst. "Das ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich im DFB-Pokalhalbfinale stehe", sagte Lasogga, mit sechs Toren nun aktuell bester Torschütze im laufenden Wettbewerb. Ob seine zwei Treffer auch in Sachen Vertragsverlängerung positiven Effekt haben, wollte er nicht beurteilen. "Ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Ich will Woche für Woche freien Kopf haben", sagte er, fügte aber auch an: "Ich hänge an diesem Verein." Unabhängig von seiner Zukunft hat der Angreifer ohnehin andere Ziele: "Ich will den HSV wieder in die Bundesliga schießen - und vielleicht auch nach Berlin."

pau

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Bilder zur Partie SC Paderborn 07 - Hamburger SV