Hoffenheims Manager feiert sechsjähriges Jubiläum

Rosen: "Ich sehe die Chance, alle Stürmer zu halten"

Joelinton, Ishak Belfodil und Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim)

Umworbene TSG-Stürmer: Joelinton, Ishak Belfodil und Andrej Kramaric. imago

Exakt sechs Jahre ist es an diesem Dienstag her, seit Alexander Rosen die Verantwortung in der sportlichen Leitung der TSG Hoffenheim übernahm. Nach der Doppelentlassung von Trainer Marco Kurz und Manager Andreas Müller übernahm der damals erst 33-Jährige gemeinsam mit dem neuen Chefcoach Markus Gisdol den der 2. Liga entgegentaumelnden Bundesligisten sowie einen personell kurios verplanten und überfrachteten Kader.

Sechs Jahre später blickt Hoffenheims Direktor Profifußball auf eine turbulente wie erfolgreiche Zeit zurück. Zwei soeben noch vereitelte Abstiege, den Übergang von Interimstrainer Huub Stevens zum Trainernovizen Julian Nagelsmann, die denkwürdige Episode um seinen Kurzzeit-Vorgesetzten Hansi Flick, eine erstaunliche Transferbilanz und zuletzt die beiden erfolgreichsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte mit den ersten beiden Europacupteilnahmen in Folge prägten die Rosen-Ära. In der kommenden Woche feiert er seinen 40. Geburtstag und hat sich in der Kontinuitäts-Rangliste der Bundesliga-Manager bereits auf Rang acht vorgearbeitet.

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Immer wieder poppt sein Name bei anderen Klubs auf, in Hamburg, in Wolfsburg, zuletzt auf Schalke. Ernsthaften Drang zu einer Ortsveränderung ließ Rosen derweil nie erkennen und schwärmte stets "von einer sehr hohen Jobzufriedenheit". Die Nachfolge des scheidenden Nagelsmann ist mit Alfred Schreuder geregelt, der Kader gut sortiert, bestens am Markt platziert und vertraglich abgesichert. Bezeichnend Rosens Aussagen zuletzt bezüglich der erfolgreichen und sicherlich umworbenen Stürmer Andrej Kramaric, Joelinton und Ishak Belfodil. "Ich sehe die Chance, alle Stürmer zu halten, der Käuferkreis ist extrem eingeschränkt", schmunzelte Rosen, "da wird man nicht von einer preiswerten Verpflichtung sprechen können, sollte sich jemand damit auseinandersetzen."

Alles geregelt. Doch ein guter Zeitpunkt für einen Neustart? Aktuell spricht eher einiges dafür, dass Rosen seinen 2020 auslaufenden Vertrag bei der TSG erneut verlängern wird. Neben einer Gehaltserhöhung womöglich auch verbunden mit einer hierarchischen Beförderung. Die Planstelle als Geschäftsführer Sport ist seit Flicks Zeiten schließlich unbesetzt.

Michael Pfeifer