Eine Millionen Euro für Yad Vashem in Jerusalem

BVB unterstützt Holocaust-Gedenkstätte

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke

Unterstützt mit Dortmund eine Holocaust-Gedenkstätte: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. imago

Auf einer Pressekonferenz in Berlin wurde am Dienstag bekannt, dass fünf Unternehmen - außer Borussia Dortmund noch Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Daimler und Volkswagen jeweils eine Million Euro für Yad Vashem stiften. Die Gedenkstätte in Jerusalem beherbergt die weltweit größte und umfassendste Sammlung von Objekten aus der Zeit des Holocaust. Durch den Bau des "Hauses der Sammlungen" soll zusätzlicher Raum für die Aufbewahrung, Forschung und Restaurierung geschaffen werden.

"Dieses einmalige Projekt hat uns überzeugt", unterstreicht Watzke, "da es durch den Erhalt von individuellen Geschichten die Erinnerung an den Holocaust für zukünftige Generationen erhält." Watzke weiter: "Wir verstehen unseren Beitrag nicht nur als Blick zurück, sondern auch als Beitrag zur Gestaltung der Zukunft." Die Unterstützung von Yad Vashem wertet der Dortmunder Geschäftsführer als "Brückenschlag zu den Bildungsprojekten des BVB, bei denen es auch darum geht, aus der Geschichte zu lernen, um für die Gegenwart und die Zukunft gewappnet zu sein."

Borussia Dortmund - Vereinsdaten

Gründungsdatum

19.12.1909

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

Deutliches Zeichen gegen Antisemitismus

Baubeginn des rund 4200 qm großen Zentrums ist August 2019. Borussia Dortmund, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Daimler und Volkswagen beteiligen sich mit fünf Millionen Euro, um ein "deutliches Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern des Holocaust" - und im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus zu setzen. Der BVB bietet schon einige Jahre Bildungsreisen für Fans aller Altersklassen nach Polen an - unter anderem zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. "Dies ist Teil unseres langfristigen Engagements für eine vielfältige Gesellschaft, gegen Diskriminierung und speziell gegen Antisemitismus", betont Watzke.

Der Fußball werde "immer das Kerngeschäft" des BVB bleiben. Gleichwohl fühlt sich der Klub verpflichtet, sich gesellschaftlich und sozial zu engagieren. Mit der Stiftung "Leuchte auf" förderte Borussia Dortmund in den vergangenen sieben Jahren schon 150 Projekte und legte ein großes Förderprogramm für regionale Fußballvereine auf.

Thomas Hennecke