Messi wehrt sich gegen Kritik aus der Heimat

"Mein Sohn hat gefragt, warum man mich in Argentinien zerstören will"

Lionel Messi

"Meine Familie und Freunde leiden wegen dieser Lügen": Lionel Messi. imago

In Spanien wird Messi regelmäßig gefeiert, zuletzt sogar von den gegnerischen Fans . Doch was er in Barcelona leistet, das kriegt der "Floh" in seiner Heimat nur selten auf den Platz. Zuletzt war wieder Kritik laut geworden an seiner Person: Beim Freundschaftsspiel gegen Venezuela (1:3) enttäuschte Messi einmal mehr mit der Albiceleste, beim anschließenden Test gegen Marokko lief er nicht auf, weil er sich gegen Venezuela verletzt hatte. Oder doch nicht?

In seiner Heimat zweifelten viele an der Blessur - und das nahm Messi mit einer Mischung aus Verzweiflung und Ärger zur Kenntnis. "Ich habe mich daran gewöhnt, was sie über mich erzählen, sie machen immer alles an mir fest", sagte er dem Radiosender 94,7. "Nichts überrascht mich, es werden viele Lügen erzählt, und das macht mich wütend, weil diese Leute glauben, was sie da erzählen."

Spielersteckbrief Messi

Messi Lionel

Messi erklärte, er habe die Leisten-Verletzung schon seit Dezember, sie sei "kompliziert". Er fühle sich besser, "aber ich muss auf mich aufpassen", sagte der 31-Jährige. Er wolle jedoch in allen wichtigen Wettbewerben für Argentinien spielen und natürlich auch etwas gewinnen mit seinem Heimatland.

Messi wollte sich "isolieren"

Nach der verkorksten WM 2018 hatte Messi der Nationalelf bereits zum zweiten Mal den Rücken gekehrt, doch nach 250 Tagen Auszeit folgte das Comeback . "Viele Leute haben gesagt, ich soll nicht zurückkommen und mein Sohn hat mich gefragt, warum sie mich in Argentinien zerstören wollen", erzählte Messi, der damit einen seltenen Einblick in seine Gefühlswelt gab. "Nach der WM wollte ich mich einsperren, mich mit meiner Familie aus dem Staub machen und alles vergessen." Er habe sich isolieren wollen von allem, "inklusive der Nationalmannschaft".

Es ist verrückt, dass Leute behaupten, mein Vater würde die Nationalelf managen oder das Sagen bei der AFA haben.

Lionel Messi

Messi wies auch Spekulationen über seinen Einfluss auf die Auswahl zurück. "Ich manage praktisch die gesamte AFA", meinte er sarkastisch mit Blick auf Argentiniens Fußball-Verband und Unterstellungen, er würde Trainer oder Spieler auswählen. Auch Gerüchte um die Rolle seines Vaters wies er zurück: "Es ist verrückt, dass Leute behaupten, mein Vater würde die Nationalelf managen oder das Sagen bei der AFA haben. Meine Familie und Freunde leiden wegen dieser Lügen."

Messis Fazit: "Jeder darf alles sagen, die Leute glauben es - und dann bin ich der böse Bube."

las

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