Bundesliga

FC Bayern: Robert Lewandowski winkt in Freiburg die magische 200

Das 1:1 im Hinspiel leitete Bayerns Herbstkrise ein

Lewandowski winkt in Freiburg die magische 200

Robert Lewandowski

Traf schon 13-mal gegen Freiburg: Robert Lewandowski. imago

Behält Robert Lewandowski am Samstag seinen Toreschnitt gegen den SC Freiburg bei, wird das Jubiläum verschoben. Zwei Treffer fehlen dem Bayern-Star noch, um als fünfter Spieler der Geschichte die magische Grenze von 200 Bundesligatoren zu erreichen, 13 seiner bislang 198 erzielte er gegen die Südbadener. Gelingt ihm jedoch ein Doppelpack, gesellt er sich zum elitären Quartett Gerd Müller (365), Klaus Fischer (268), Jupp Heynckes (220) und Manfred Burgsmüller (213). Letztlich ist es bei Lewandowski keine Frage mehr des Ob, sondern des Wann.

Wichtiger als dieser persönliche Meilenstein ist beim FC Bayern aber die Jagd nach dem siebten Meistertitel in Serie. Ausrutschen ist im Breisgau tabu, möchte Niko Kovacs Team in einer Woche als Spitzenreiter in das Duell mit Borussia Dortmund gehen. Statistisch betrachtet stehen die Chancen am Samstag gut. Von den vergangenen 31 Duellen verloren die Münchner nur eines: am 33. Spieltag 2014/15 unter Pep Guardiola mit 1:2, sie standen freilich längst als Meister fest. Ansonsten gab es zuletzt 24 Siege und sechs Remis.

Eines davon jedoch beim 1:1 im Hinspiel in München, damals der Beginn der Herbstkrise mit der folgenden Niederlage in Dortmund (2:3) und dem Remis gegen Düsseldorf (3:3). Seitdem jedoch siegte der FCB in 13 der 14 jüngsten Bundesligaspiele, in den vergangenen drei Partien schoss er sagenhafte 17 Tore.

Hat die Pause dem Rhythmus geschadet? Kovac sieht "kein Problem"

Die Frage wird sein, inwieweit die zweiwöchige Spielpause dem Rhythmus geschadet hat. "Wir hatten das Glück, dass die meisten unserer Nationalspieler schon am vergangenen Sonntag ihr letztes Spiel hatten", wiegelt Kovac ab. "Ich bin mir sicher, dass das kein Problem ist, wir können mit voller Kraft rausgehen." Zudem sei durch die Nichtberücksichtigung der Weltmeister Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng oder auch des Spaniers Thiago die Arbeitsgruppe in München größer gewesen als sonst. "Wir haben in den zehn Tagen sehr gut gearbeitet", sagt Kovac. Klingt nach Attacke - und nach Lewandowski-Toren.

Frank Linkesch

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