Karlsruhe am Sonntag beim Verfolger gefordert

Fink: "Wir spielen in Wiesbaden auf Sieg"

Anton Fink

Seit 2017 beim Karlsruher SC unter Vertrag: Stürmer Anton Fink. imago

Karlsruhe hätte am vergangenen Spieltag einen großen Schritt Richtung Aufstieg machen können. Halle und Wehen Wiesbaden nahmen sich im direkten Duell die Punkte weg, zugleich hätte der KSC den Abstand auf Platz drei mindestens halten können, wäre ihm ein Sieg gegen Hansa Rostock gelungen. Es kam anders. Gegen die Kogge gab es ein mageres 1:1. Weil der SVWW zudem einen 4:1-Erfolg beim HFC einfuhr, steht das Team von Alois Schwartz nun unter Druck. Denn mit einem Sieg könnten die Hessen Platz zwei erobern, dank der besseren Tordifferenz.

"Das darf keine Rolle spielen", appellierte Schwartz aber an seine Spieler. Er weiß um die Stärken seines Teams: "Wir haben von 30 Spielen nur fünf verloren. Wenn wir diese Konstanz beibehalten, bin ich guter Dinge. Zudem haben wir die meisten Standardtore der Liga geschossen - 21!" Entsprechend mit breiter Brust will der ehemalige Bundesligist in die Partie gehen. Selbstvertrauen holte er sich unter der Woche im Landespokal: Sechstligist VfB Gartenstadt wurde mit 4:0 im Halbfinale geschlagen. Nun trifft der KSC im Endspiel des badischen Pokals auf Regionalliga-Spitzenreiter Waldhof Mannheim.

Spielersteckbrief A. Fink

Fink Anton

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Osnabrück
64
2
SV Wehen Wiesbaden
55
3
Karlsruher SC
55
Trainersteckbrief Schwartz

Schwartz Alois

Tabellenrechner 3.Liga

Wehen Wiesbaden gewann das Hinspiel 5:2

Auch Wehen Wiesbaden war im Hessenpokal aktiv, zog ebenfalls ins Finale ein (3:1 gegen Hessen Dreieich) und erwartet den KSC mit Rückenwind. Die Qualitäten des SVWW schrecken die Badener aber keineswegs. Zwar stellen die Hessen die beste Offensive der Liga (57 Tore) und fuhren im Hinspiel einen deutlichen Sieg im Wildpark ein (5:2). Doch KSC-Angreifer Fink bleibt wie sein Trainer gelassen: "Wir können hinten immer die Null halten und vorne immer ein Tor machen."

Fink will den Abstand vergrößern

Die Marschroute dafür steht: Die Gäste wollen Wehen Wiesbaden zunächst kommen lassen, den Ballbesitz dem Gegner überlassen und nach Fehlern schnell umschalten. Von allzu viel Taktieren hält Fink aber nichts. Während Schwartz gegen Rostock in der Schlussphase noch das Risiko scheute, hat er klare Vorstellungen - und sieht die Chance, sich abzusetzen: "Wir spielen in Wiesbaden auf Sieg, denn wir wollen den Abstand vergrößern."

pau

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