Europa League

Kein Ausschluss: Eintracht-Fans dürfen nach Lissabon

Frankfurt kommt mit Geldstrafe davon

Kein Ausschluss: Eintracht-Fans dürfen nach Lissabon

In Lissabon mit dabei: Eintracht-Fans werden nicht vor verschlossenen Toren stehen.

In Lissabon mit dabei: Eintracht-Fans werden nicht vor verschlossenen Toren stehen. imago

Die Geldstrafe ist happig, doch Frankfurt nimmt sie in diesem Fall wohl gern in Kauf. Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA hat die Hessen aufgrund der Vorkommnisse im Achtelfinale in Mailand zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro verurteilt. Der Bewährungszeitraum für die Ausschlussstrafe für das nächste Auswärtsspiel in einem UEFA-Pflichtspielwettbewerb, die nach den Vorfällen im letzten Gruppenphasenspiel bei Lazio Rom im Januar, inklusive 80.000 Euro Geldstrafe, verhängt worden war, wurde zudem um ein weiteres Jahr von zwei auf drei Jahre verlängert. Von einem Widerruf der Bewährung sah die Kommission letztmals ab.

Der letzten Chance folgt die letzte Chance

Nach dem Rom-Urteil hatte Vorstand Axel Hellmann erklärt: "Es ist die erwartet harte Strafe und gleichzeitig eine letzte Chance, die man uns gibt." Nun nahm er ähnliche Worte wieder in den Mund: "Wir können uns glücklich schätzen, dass man uns noch diese letzte Chance gelassen hat. Ich habe die große Hoffnung, dass nun jeder begriffen hat, wie mit dieser Verantwortung umzugehen sein wird", sagte das Vorstandsmitglied. "Wir werden nach Abschluss dieses Wettbewerbs - wann immer er für uns beendet sein sollte - intern gemeinsam mit der Fanszene diskutieren, wie es mit Blick auf zukünftige europäische Wettbewerbe weitergeht, um nicht wieder vor einem Zuschauerausschluss zu stehen."

Reschke bezeichnete Chancen als "nicht gut"

Selbst Eintracht-Justiziar Philipp Reschke hatte die Chancen, um einen Ausschluss herumzukommen, im Vorfeld als "nicht gut" bezeichnet. Er hoffte nach einer Stellungnahme der Ultras am 18. März , dass diese vielleicht positiv bewertet werden würde. "Das ist, wenn man die Sprache unserer Szene kennt, eine ungewöhnliche Äußerung. Bei der UEFA verstehen sie das auch, die kennen viele Ultra-Szenen auf der Welt und nehmen das zur Kenntnis. Ich hoffe, dass das diesen kleinen ausschlaggebenden Faktor darstellen könnte, der eine Mehrheit im 'Disciplinary Board' dazu bewegt zu sagen: Komm, einmal noch, hohe Geldstrafe, aber die Truppe macht doch insgesamt so viel Freude."

Dass es in Mailand aber nicht bei Bengalos blieb, sondern gezündete Leuchtspurpatronen im Unterrang in einem Inter-Block landeten und nach dem Spiel zwei Mailänder Profis nur knapp verfehlten, wog schwer für die Eintracht. Umso überraschender ist nun die Entscheidung der UEFA, Frankfurt-Fans zuzulassen. Wie man Karten für das Spiel erwerben kann, wollen die Hessen übrigens in Kürze bekanntgeben.

Hütters Strafe ist abgegolten

In Lissabon wird auch Adi Hütter an der Seitenlinie stehen, denn wie die UEFA bekanntgab, gilt die Strafe gegen den Österreicher mit der Sperre beim Auswärtsspiel in Mailand offiziell als abgegolten.

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