3. Liga

Neue Fan-Anleihe: FCK stellt Finanzierungsmodelle vor

Wirtschaftlich angeschlagener Drittligist will Geld sammeln

Neue Fan-Anleihe: FCK stellt Finanzierungsmodelle vor

Martin Bader, Michael Klatt

Geschäftsführer-Duo beim 1. FC Kaiserslautern: Martin Bader (li.) und Michael Klatt. imago

Weil der FCK ein Millionenloch von rund zwölf Millionen zu stopfen hat und weiterhin kein Einstieg eines größeren Ankerinvestors in Sicht ist, prüften die Klubverantwortlichen in den vergangenen Wochen verschiedene Möglichkeiten zur Zwischenfinanzierung. Diese soll dem angeschlagenen Klub Zeit verschaffen. Dabei setzen die Roten Teufel auch auf ihre Fans. Denen soll durch zwei Unterstützungsmodelle die Chance gegeben werden, in den Klub zu investieren.

Neue "Betze-Anleihe" und "Crowdlending"

Dafür hat der FCK eine neue Fan-Anleihe ins Leben gerufen. Die alte mit einem Volumen von 6,7 Millionen Euro, die 2013 von den Vorständen Stefan Kuntz und Fritz Grünewalt aufgelegt wurde, läuft in diesem Jahr aus - auch deshalb steht der viermalige deutsche Meister unter Druck. "Inhabern der bisherigen Betze-Anleihe 2013/2019, die ihre Anleihe bereits im Wertpapier-Depot haben, bietet sich die Möglichkeit, ihre bisherige Anleihe ohne großen Aufwand in die neue Anleihe umzutauschen", heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Sie erhalten wie Zeichner der neuen Anleihe einen Zins von fünf Prozent. Diese wird nicht von der durch die Ausgliederung im Sommer 2018 entstandenen GmbH ausgegeben, sondern vom e.V. Das Volumen beträgt rund sieben Millionen Euro, die Laufzeit drei Jahre.

1. FC Kaiserslautern - Vereinsdaten
1. FC Kaiserslautern

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02.06.1900

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Des Weiteren will der Klub Geld über die Crowdlending-Plattform "Kapilendo" einsammeln, über das unter anderem schon der Bundesligist Hertha BSC eine ähnliche Aktion durchgeführt hat. Wie bei der Anleihe können Fans ab 100 Euro investieren, auch sie sollen einen Zins von fünf Prozent bekommen.

Lizenzspieler-Etat für die kommende Saison steht

"Mit dem investierten Geld verfolgt der 1. FC Kaiserslautern einen klaren Plan: In den kommenden Jahren soll der eingeschlagene sportliche Weg, nachhaltig eine junge Mannschaft mit vielen Eigengewächsen aufzubauen und Leistungsträger langfristig am Betzenberg zu binden, fortgesetzt und somit nicht nur sportliche, sondern auch wirtschaftliche Substanz geschaffen werden", teilt der FCK mit. Der Lizenzspieler-Etat für die kommende Saison sei bereits gesichert.

Nach Auskunft von Sportgeschäftsführer Martin Bader hat bei den Pfälzern ungeachtet der angestrebten Zwischenfinanzierung die Suche nach Investoren wichtige Bedeutung. "Das Einsammeln von Eigenkapital steht weiter über allem", erklärte er. Beim Vorgehen darüber war es zuletzt vereinsintern immer wieder zu Streitigkeiten, vor allem im Aufsichtsrat, gekommen .

pau