Hoffenheims Stürmer über seinen Vorgänger

Joelinton: "Firmino ist ein Vorbild"

Hoffenheims Joelinton

Eifert Firmino nach: Hoffenheims Joelinton. imago

Und wie. Seit Sommer hat sich der kantige, aber technisch beschlagene Stürmer in Hoffenheim zu einem Leistungsträger entwickelt. Dabei war anfangs nicht mal klar, ob er im zweiten Anlauf in Hoffenheim würde bleiben dürfen. "Das war in der Tat nicht so klar, ich wusste nicht, wo es hingeht. Aber ich hatte von Anfang an großes Vertrauen in meine Fähigkeiten und war mir ziemlich sicher, dass ich bereit war für Hoffenheim und die Bundesliga. Denn ich hatte in Österreich sehr viel dazugelernt. Mental, körperlich, fußballerisch, aber vor allem habe ich die Sprache gelernt, das ist enorm wichtig", erinnert sich Joelinton, "dann spürst du täglich, dass es läuft, bekommst Bestätigung und Selbstvertrauen. Das baut auf. Irgendwann sagten mir Julian Nagelsmann und Alexander Rosen, dass sie gerne mit mir arbeiten würden, da war ich überglücklich. Dafür habe ich sehr viel gearbeitet."

Heiß gehandeltes Transferobjekt

Und sich zu einem heiß gehandelten Transferobjekt entwickelt. In Größenordnungen, die seinen Vorgänger noch übertreffen. 50 bis 60 Millionen Euro Ablöse könnten demnächst für Joelinton überwiesen werden, sollte auch er den Sprung in die englische Premier League vollziehen. Es wäre der nächste Parallelschwung mit seinem Vorbild. "Gerade weil er auch hier in Hoffenheim angefangen hat und es zu einem großen Klub in England und in die Nationalelf geschafft hat. Eine tolle Karriere, deshalb ist Roberto für viele ein Vorbild", sagt Joelinton. Mit dem er regelmäßig Kontakt hält. "Ich schreibe ab und zu mit ihm über Fußball, und wir gratulieren uns gegenseitig zu Toren", verrät Joelinton.

Großer Traum Selecao

Wie einst Firmino sehnt sich auch der Junge aus Alianca nach den höchsten Weihen im brasilianischen Fußball. "Es ist natürlich mein großer Traum, mal in der Selecao zu spielen. Vielleicht bekomme ich irgendwann mal eine Chance." Bislang allerdings hat sich noch niemand vom Heimatverband bei ihm gemeldet. Könnte sich dank seiner Erfolge in der Bundesliga aber durchaus ändern. "Ich habe das Gefühl, dass man dort langsam auf mich aufmerksam wird. Ich hatte dort ja nicht so lange gespielt vor meinem Wechsel nach Europa. Auch der Fußball in Österreich wird dort nicht so wahrgenommen. Aber jetzt registriert man, dass da ein Stürmer in einer der stärksten europäischen Ligen regelmäßig spielt und trifft. Sogar in der Champions League. Aber es ist noch ein langer Weg." Joelinton ist auf Kurs.

Michael Pfeifer

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