DFB-Pokal 2005/06, Achtelfinale
21:00 - 29. Spielminute

Tor 1:0
Engelhardt
Kopfball
Vorbereitung Mikic
K'lautern

21:36 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Lembi
K'lautern

21:49 - 62. Spielminute

Tor 1:1
A. da Silva
Linksschuss
Mainz

21:52 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Hertzsch
K'lautern

21:56 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Thurk
Mainz

21:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Gerber
für Addo
Mainz

22:10 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Halfar
für Mikic
K'lautern

22:17 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Ruman
für Thurk
Mainz

22:17 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Halfar
K'lautern

22:29 - 96. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Skela
K'lautern

22:33 - 100. Spielminute

Gelbe Karte
Pekovic
Mainz

22:43 - 110. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Zandi
für Sanogo
K'lautern

22:45 - 111. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Blank
für Lembi
K'lautern

22:48 - 114. Spielminute

Gelbe Karte
Zandi
K'lautern

22:52 - 118. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Babatz
für Pekovic
Mainz

FCK

M05

DFB-Pokal, Achtelfinale: 1. FC Kaiserslautern - 1. FSV Mainz 3:4 i.E. (1:1, 1:1, 1:0)

Ruman schießt Mainz ins Viertelfinale

Nachdem am vergangenen Wochenende Trainer Wolfgang Wolf den ersten "Dreier" bei seinem neuen Verein eingefahren hatte, änderte der FCK-Coach sein gegen Wolfsburg ( 3:2 ) erfolgreiches Team nicht. Mainz-Coach Jürgen Klopp schenkte in dieser Saison zum dritten Mal Addo von Beginn an das Vertrauen. Neben dem Ghanaer rückte im Vergleich zum 1:1 gegen Duisburg Rose in die Mannschaft. Gerber und Weigelt mussten auf der Bank Platz nehmen.


Das Achtelfinale im Überblick


Im rheinland-pfälzischen Derby gaben die Gäste aus Mainz in den ersten Minuten den Ton an. Die Klopp-Elf spielte gezielt nach vorne und kombinierte im Mittelfeld geschickt. Der letzte Pass kam aber zunächst nicht an. Die Lauterer fanden nach zehn Minuten das richtige Rezept. Die "Roten Teufel" versuchten Unsicherheiten in der Abwehrkette der 05er auszunutzen, indem sie mit schnellem Spiel den Kontrahenten unter Druck setzten und auskonterten. So hatte Sanogo in der 13. Minute die Führung bei einem Konter auf dem Fuß, doch der Afrikaner versagte im Abschluss. Mainz reagierte mit einer engeren und aggressiveren Zweikampfführung, wodurch Schiedsrichter Michael Weiner das Spiel immer öfter unterbrechen musste. Damit stagnierte der Spielfluss und Torchancen ergaben sich kaum – bis zur 29. Minute, als der FCK für das nun erarbeitete Übergewicht belohnt wurde: Altintop schob die Kugel auf die Außenbahn zu Mikic, der das Leder in die Mitte vor den Fünfmeterraum flankte. Demirtas und Addo ließen Engelhardt zu weit aus den Augen. Der Kapitän köpfte das Leder unhaltbar für Wache ein. Die Trotzreaktion der Rheinhessen blieb aus, denn die Wolf-Elf hatte durch das Tor Selbstvertrauen getankt. Der FCK präsentierte sich als kompakte Einheit, agierte sicher bei Ballbesitz und unterband sofort ein gelegentliches Aufbäumen der Gäste, indem die Pfälzer die Räume eng machten. Erst in den letzten Minuten vor der Pause drängten die 05er noch mal nach vorne, doch ein da Silva-Freistoß (43.) und ein Addo-Kopfball (45.) waren zu ungenau.

Die Mainzer starteten nach dem Wechsel mit mehr Elan in die Partie. So hatten die 05er in der 51. Minute die große Möglichkeit zum Ausgleich, doch Auer fand nach einer da Silva-Flanke in Macho seinen Meister. Die Mainzer machten richtig Dampf und versuchten den Gegner hinten einzuschnüren. Dies wäre fast nach hinten losgegangen, als nach einer FCK-Ecke Friedrich mit der Hand zum Ball ging, doch Schiedsrichter Michael Weiner ließ die Begegnung weiterlaufen (59.). So war es in der 62. Minute da Silva – wie schon am Wochenende gegen Duisburg – der die Früchte der Offensivbemühungen erntete: Der Brasilianer legte sich die Kugel aus gut 20 Metern bei einem Freistoß zurecht und zirkelte das Leder über die Mauer genau in die linke Torecke. Nach dem Ausgleich bündelte sich das Spielgeschehen im Mittelfeld. Die Partie wurde von beiden Seiten intensiv geführt. Chancen konnte in dieser Phase aber nur der FCK verbuchen. Doch die Schüsse von Schönheim (74.) und Pletsch (78.) wurden von den Mainzern in letzter Sekunde noch abgeblockt. In den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit waren beide Teams darauf bedacht, kein Tor zu kassieren und lieferten sich eine hitzige Auseinandersetzung. Gefährlich wurde es lediglich bei Standardsituationen, doch in der regulären Spielzeit wollte kein Tor mehr fallen.

So mussten beide Mannschaften in die Verlängerung gehen. In der 97. Minute kassierte der bereits verwarnte Skela nach einem Foul an da Silva die Gelb-Rote Karte – ein unschöner Höhepunkt in diesem emotionalen Südwest-Derby. Außer einer Gerber-Chance (101.) konnte die Klopp-Elf keinen Profit aus der numerischen Überlegenheit schlagen. Im zweiten Teil der Verlängerung igelten sich die "Roten Teufel" weitestgehend in der eigenen Hälfte ein. Mainz fand aber kein geeignetes Mittel, um den Abwehrwall der Hausherren einzureißen. Also hieß es nach 120 Minuten Elfmeterschießen. Nach zwei verschossenen Elfmetern auf beiden Seiten, ging auch das "Elferlotto" in die Verlängerung. Aufregung gab es um den Versuch von Lauterns Zandi, dessen Ball von der Unterkante der Querlatte hinter der Linie aufkam, Schiedsrichter Michael Weiner entschied jedoch nicht auf Treffer. Der Lauterer-Unglücksrabe am Ende war dann der 17-jährige Halfar, der den entscheidenden Elfmeter verschoss. Ruman machte den Sieg der Mainzer am Betzenberg perfekt.

Tore und Karten

1:0 Engelhardt (29', Kopfball, Mikic)

1:1 A. da Silva (62', direkter Freistoß, Linksschuss)

K'lautern

Macho 2 - Hertzsch 4,5 , Pletsch 4,5, Schönheim 3, Bellinghausen 4 - Lembi 2 , Engelhardt 3,5 , Mikic 4 , Skela 5 , Halil Altintop 4 - Sanogo 4

Mainz

Wache 2 - Demirtas 4, Friedrich 3, Noveski 4, Rose 4 - Addo 5 , Pekovic 3,5 , A. da Silva 3 , Zidan 4, Thurk 4 - Auer 4,5

Schiedsrichter-Team

Michael Weiner Hasede

6
Spielinfo

Stadion

Fritz-Walter-Stadion

Zuschauer

36.689

In einem packenden Südwest-Derby war in der ersten Hälfte der FCK überlegen, in Halbzeit zwei schlug der FSV zurück. Als in der phasenweise temporeichen, aber auch umkämpften Partie nach 120 Minuten noch keine Entscheidung gefallen war, ging es ins Elfmeterschießen. Die 05er hatten am Ende mehr Glück und die besseren Nerven und stehen im DFB-Pokal-Viertelfinale.