Gladbach: Brasilianer zufrieden nach Startelf-Comeback in Zwickau

Raffael: "Ich finde langsam in den Rhythmus"

Raffael

Machte beim Benefizspiel in Zwickau auf sich aufmerksam: Gladbachs Offensivmann Raffael. imago

Dass Borussias Trainer die Reise nach Zwickau als einen "gelungenen Ausflug" bezeichnete, hing auch damit zusammen, dass seine Elf vor allem spielerisch voll zu überzeugen wusste. Es ging munter nach vorne, es war Schwung drin in der Offensive. "Rund 65 Minuten haben wir richtig gut gespielt mit viel Spielfreude, wir haben viele Torchancen kreiert", lobte Hecking.

Und in diesen 65 Minuten setzten sich zwei Profis in Szene, die in der Bundesliga zuletzt nicht in der Anfangsformation auftauchten: Raffael und Herrmann. Der Brasilianer, der erstmals seit seiner schweren Schulterverletzung (Schlüsselbeinbruch) am 15. Spieltag wieder von Beginn an spielte, war an allen drei Treffern beteiligt. Herrmann indes markierte das 1:0-Führungstor und traf außerdem die Latte. Entsprechend zufrieden ging das Duo in die freien Tage über das Wochenende.

Spielersteckbrief Herrmann

Herrmann Patrick

Spielersteckbrief Raffael

de Araujo Rafael Caetano

Baut Hecking im Derby seine Angriffsreihe um?

"Ich bin glücklich, dass ich nach der langen Verletzungspause jetzt mal wieder über 60 Minuten auf dem Platz stehen konnte. Daher war der Test für mich sehr wichtig. Ich finde langsam wieder in meinen Rhythmus", freut sich Raffael, der in der Bundesliga zuletzt zwei Kurz-Einsätze hatte. Herrmann wiederum strahlte in Zwickau die Torgefahr aus, die einigen Borussen in letzter Zeit abging. Seine Leistung war ein Empfehlungsschreiben für das Derby in Düsseldorf am Samstag. "Solche Testspiele", sagt Herrmann, "sind immer eine willkommene Chance, sich zu zeigen."

Angebote hat Hecking also erhalten von seinen Profis. Möglich, dass der Trainer im Derby die gewohnte Dreierreihe in der Offensive mit Alassane Plea, Lars Stindl und Thorgan Hazard umbaut und entweder Raffael oder Herrmann eine Chance in der Startelf gibt.

Jan Lustig