Jahn unterliegt Fürth nach Gelb-Rot und Elfmeter-Fehlschuss

Regensburger Rückschlag: Grüttner übt Selbstkritik

Marco Grüttner

0:2 gegen Fürth: Regensburgs Kapitän Marco Grüttner haderte - vor allem mit einer Szene. imago

Vielleicht wäre die Partie anders ausgegangen, wenn Markus Palionis nach gut einer Stunde nicht Gelb-Rot gesehen hätte. Vielleicht hätte Regensburg zumindest einen Punkt eingefahren, wenn Andreas Geipl kurz vor dem Ende beim Stand von 0:1 einen Elfmeter nicht vergeben hätte. Oder: wenn Marco Grüttner seine Großchance verwertet hätte, bevor Marco Caligiuri die Partie in Richtung Fürth kippen ließ.

"Ich nehme das heute auch auf meine Kappe", sagte Grüttner nach dem Spiel am "Sky"-Mikrofon und spielte dabei auf jene Szene in der 65. Minute an, als es ihm nicht gelang, den Ball aus zwei Metern im Fürther Tor unterzubringen. "Den muss ich einfach reinmachen", ärgerte sich der Regensburger Kapitän und mutmaßte gar: "Dann passiert die Gelb-Rote Karte nicht, und wir gehen als Sieger vom Platz."

So aber nahm er den Ball nach einer Flanke mit dem Oberschenkel an, anstatt ohne Umschweife abzuschließen - und räumte Maximilian Sauer damit die Möglichkeit ein, zu klären. Kurz darauf verwies Schiedsrichter Tobias Stieler Grüttners Teamkollege Palionis nach einem Foulspiel an Fürths Angreifer Daniel Keita-Ruel des Feldes (67.), ehe Marco Caligiuri die Gäste nach einem ruhenden Ball auch noch in Führung brachte (71.) und Geipl später aus elf Metern die große Chance zum Ausgleich ungenutzt ließ (83.).

Für Grüttner war damit nach dem ersten Rückschlag nach vier Spielen ohne Pleite klar: "Das müssen wir uns selber zuschreiben." Schon in der Anfangsphase der Partie hatte es Regensburg trotz drückender Überlegenheit und einer großen Möglichkeit von Hamadi Al Ghaddioui verpasst, in Führung zu gehen (5.). Dann fand Fürth ins Spiel, gestaltete es offen - und entschied es in einer turbulenten zweiten Hälfte schließlich für sich.

lei