Bundesliga

Bundesliga, Bayer Leverkusen - Karim Bellarabi: "Wir schauen nur nach vorne"

Flügelstürmer formuliert die neue Leverkusener Zuversicht

Bellarabi: "Wir schauen nur nach vorne"

Karim Bellarabi

Will weiter Gas geben: Karim Bellarabi. imago

Bis zu seinem 14. Lebensjahr trug Karim Bellarabi das Werder-Trikot, ehe er 2004 zum FC Oberneuland wechselte, von wo aus er über die Zwischenstation Eintracht Braunschweig bei Bayer 04 in der Bundesliga landete. Und folglich fiebert der gebürtige Bremer dem Spiel am Sonntag entgegen. "Bremen ist meine Heimat. Es ist immer ein besonderes Spiel, wenn man gegen die Stadt spielt, in der man groß geworden ist. Meine Familie und meine Freunde werden auch alle hierherkommen und sich das Spiel ankucken", erzählt er.

Der Rechtsaußen ist gerade rechtzeitig fit geworden für das Treffen mit seinem Ex-Klub. Nach einem Faserriss im Oberschenkel feierte Bellarabi am Sonntag beim 3:2-Erfolg in Hannover sein Comeback und hätte seinen Joker-Einsatz beinahe noch gekrönt. Doch sein Treffer kurz vor Schluss wurde wegen Abseits nicht anerkannt.

Unter Bosz gesetzt und Leistungsträger

Auf das nächste persönliche Erfolgserlebnis musste er also noch warten. Gegen Bremen dürfte er dazu die Chance wieder als Startelfspieler bekommen. Denn unter Peter Bosz ist der pfeilschnelle Rechtsfuß nicht nur gesetzt, sondern bislang auch ein Leistungsträger gewesen. An seine überzeugenden Auftritte vor seiner Verletzung möchte er jetzt natürlich anknüpfen. "Ich bin bereit, wieder Gas zu geben", sagt er und weiß, dass dies nicht nur von ihm, sondern von der ganzen Mannschaft umgesetzt werden muss. "Gegen Bremen waren es in den vergangenen Jahren immer spannenden Spiele, viel Action, viele Tore. Deswegen glaube ich, dass es ein gutes Spiel wird", sagt Bellarabi, "aber auch ein schwieriges, denn Bremen ist richtig gut drauf. Sie haben eine gute Mannschaft, richtig gute Spieler."

Ein Tor, zwei Assists im Hinspiel

Doch auch Werder soll Leverkusens Aufholjagd nicht stoppen. Die Champions League ist längst wieder als Ziel ausgerufen. "Wir wollen noch so weit wie möglich nach oben rutschen. Wir müssen dranbleiben", fordert der Stürmer angesichts von nur vier Punkten Rückstand auf die Plätze 3 und 4. Denn mit dem neuen Trainer Peter Bosz ist nicht nur der attraktive Offensivfußball, sondern auch die Zuversicht nach Leverkusen zurückgekehrt. Auf die Verfolger blicken Bellarabi und Bayer nicht: "Nein, wir schauen nur nach vorne. Wir wollen gegen Bremen wieder drei Punkte holen." Wie im Hinspiel, als Bellarabi beim 6:2-Erfolg die ersten beiden Treffer vorbereitete und den dritten selbst erzielte, ehe er kurz vor der Pause angeschlagen ausgewechselt werden musste.

Stephan von Nocks