Auch Süle, Demirbay, Wagner, Schulz, Zuber und Grifo befördert

Posch bereits der siebte Nationalspieler unter Nagelsmann

Stefan Posch

Wurde erstmals für die österreichische A-Nationalmannschaft nominiert: Stefan Posch. imago

Nach insgesamt 47 Einsätzen in Juniorenteams seines Landes wurde der Österreicher nun erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert und kann gemeinsam mit Hoffenheims zweitem österreichischen Auswahlspieler, Florian Grillitsch, reisen. Eine Anerkennung von Österreichs deutschem Nationalcoach Franco Foda, der Posch schon lange im Blick hat und die TSG im Sommer noch im Trainingslager im österreichischen Windischgarsten besucht hatte.

"Mein Ziel ist, für Österreich die EURO 2020 zu spielen", hatte Posch im kicker bereits angekündigt. Womöglich aber wird seine Beförderung zunächst nur eine vorübergehende Maßnahme sein, denn der 21-Jährige ist auch noch für die U 21 spielberechtigt. Und die hat sich erstmalig für die Endrunde der U-21-EM im Juni in Italien qualifiziert. Dort träfe Posch als Gruppengegner am 23. Juni auf Titelverteidiger Deutschland mit TSG-Kollege Nadiem Amiri.

Der gebürtige Judenburger kam vor vier Jahren zunächst in die Nachwuchsakademie der TSG und hat sich zu einer festen Größe im Profiteam gemausert.

Gibt Posch in den anstehenden Länderspielen gegen Polen und in Israel tatsächlich sein Debüt, wäre er mittlerweile bereits der siebte Hoffenheimer Profi, der sich unter der Regie von Cheftrainer Julian Nagelsmann zum A-Nationalspieler entwickelt hat. Seit der 31-Jährige im Februar 2016 die Verantwortung bei der TSG übernahm, schafften zuvor bereits Niklas Süle, Kerem Demirbay, Sandro Wagner und Nico Schulz den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft. Außerdem wurden seither der aktuell nach Stuttgart verliehene Steven Zuber für die Schweiz und der derzeit an den SC Freiburg verliehene Vincenzo Grifo für Italien zu Nationalspielern.

Michael Pfeifer