Europa League 2005/06, Gruppenphase, 1. Spieltag
18:34 - 20. Spielminute

Gelbe Karte
Magnin
Stuttgart

19:21 - 50. Spielminute

Spielerwechsel
Ljuboja
für Grönkjaer
Stuttgart

19:23 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Ljuboja
Stuttgart

19:27 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Cacau
Stuttgart

19:32 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Gourcuff
für Mbia
Rennes

19:35 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Briand
für Hadji
Rennes

19:39 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Carevic
für Cacau
Stuttgart

19:49 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
A. Frei
Rennes

19:58 - 87. Spielminute

Tor 0:1
Tomasson
Rechtsschuss
Vorbereitung Delpierre
Stuttgart

20:01 - 90. Spielminute

Tor 0:2
Ljuboja
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Tiffert
Stuttgart

20:02 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
N'Guema
für Edman
Rennes

REN

VFB

Gruppe G, Stade Rennes - VfB Stuttgart 0:2 (0:0)

Späte Tore bringen Trapattoni Glück

Zähes Ringen: Christian Tiffert gegen Erik Edman (re.).

Zähes Ringen: Christian Tiffert gegen Erik Edman (re.). Kicker

Stade Rennes trat zum Auftakt der Gruppenphase stark ersatzgeschwächt an. Trainer Laszlo Bölöni fehlten die beiden schwedischen Nationalspieler Isaksson (Tor) und Spielmacher Källström, mit Pouplin (20) stand ein unerfahrener Keeper im Tor. In der Defensive mussten die angeschlagenen Jeunechamp, Perrier-Doumbé und Ouaddah ersetzt werden, dafür war der in der Ligue 1 gesperrte Goalgetter Alex Frei dabei. Der VfB konnte im Vergleich zum 1:1 gegen Gladbach wieder auf den in der Liga gesperrten Tomasson (für Gomez) zurückgreifen. Die Außenverteidigerpositionen bekleideten Stranzl rechts für Hinkel, und Magnin links für Gerber. Im Mittelfeld kam Tiffert für Gentner zum Zug.


Der 1. Spieltag der Gruppenphase im Überblick Die Gruppe G


Die Schwaben begannen spielbestimmend im schmucken und gut gefüllten Stadion an der Route de Lorient. Einige Eckbälle verpufften jedoch wirkungslos, bei einem "als Flanke getarnten Schuss" von Grönkjaer rettete Pouplin reaktionsschnell mit Hilfe des Außenpfostens zur Ecke (9.). Die Bretonen kamen im Gegenzug erstmals gefährlich vor das Tor, als Utaka den im Zentrum lauernden Frei per Rechtsflanke bediente, der Schweizer mit seiner Direktabnahme aber weit vorbeischoss. Dem akzeptablem Beginn im Stuttgarter Spiel folgte erneut eine unerklärliche Schwächephase. Besonders Grönkjaer, offensiv anfangs häufig am Ball, zeigte im Defensivverhalten Schwächen, die die Franzosen allerdings nicht nutzen konnten. Unter dem Strich kontrollierte Stuttgart über weite Strecken des ersten Abschnitts das Spiel - und hätte nach einer halben Stunde in Führung gehen müssen. Nach einem feinen Pass von Magnin in die Tiefe tauchte Tomasson allein vor Pouplin auf, konnte den gut reagierenden Youngster jedoch nicht überwinden.

Während von Rennes weiterhin kaum Torgefahr ausging, lief das VfB-Spiel meist nach dem gleichen Muster ab. Langen Ballstafetten durchs Mittelfeld folgten selten gefährliche Torabschlüsse. Und das, obwohl die Franzosen der Trapattoni-Elf häufig viel Raum ließen. Lediglich ein Grönkjaer-Fernschuss in der Nachspielzeit sorgte noch einmal für ein Raunen auf den Rängen. Auch in diesem Fall meisterte Pouplin die Situation, wenngleich mit kleinen Problemen.

Abschnitt zwei begann mit einem nicht geahndeten Ellbogenschlag von Utaka an Magnin und einer mit Gelb geahndeten Schwalbe des kurz zuvor eingewechselten Ljuboja (53.). Nennenswerte Torchancen verzeichneten beide Teams zunächst nicht. Der VfB hatte nach wie vor mehr vom Spiel und suchte auch den Weg nach vorn. Doch in Sachen Torabschluss übertrumpften die Gästeakteure sich in aller Regel an Harmlosigkeit. Fernschüsse landeten weit neben dem Tor (Cacau, Hitzlsperger), Konter wurden trotz Überzahlsituation schlampig ausgespielt (Cacau), Standardsituationen brachten keinerlei Gefahr.

Trapattoni versuchte es in den letzten 20 Minuten mit Neuzugang Carevic auf der Spielmacherposition, erhöhte das Risiko. Doch nach dessen Einwechslung steigerte sich plötzlich der Gastgeber. Monterrubio mit einer Direktabnahme (72.), Frei und Utaka per Kopf (73.) sowie Didot aus der Distanz (74.) machten deutlich, dass die Bölöni-Elf doch auf Sieg aus war.

Der eingewechselte Briand leitete acht Minuten vor dem Ende die Riesenchance zum Sieg für Stade Rennes ein. Sein Sololauf über links spielte die VfB-Abwehr samt Keeper Hildebrand aus, doch Utaka konnte die Hereingabe aus drei Metern nicht verwerten!

Auch der VfB kam in der spannenden, weil temporeichen Schlussphase noch zu Chancen. So parierte Pouplin einen gefährlichen Freistoß von Ljuboja (84.). Als alle schon mit dem 0:0 abgeschlossen hatten, kippte der VfB die Partie doch noch zu seinen Gunsten. Nach einem langen Ball in den Strafraum verlängerte Soldo per Kopf auf Delpierre, der per Fallrückzieher abzog. Tomasson "stand im Weg" und verlängerte den Ball unhaltbar zum 0:1 ins Netz (87.). Stuttgart legte sogar noch nach. Tiffert konnte im Strafraum von Edman nur per Foul gestoppt werden, Ljuboja verwandelte sicher vom Punkt - das Spiel war entschieden (90.).

Trotz größerer Spielanteile brauchte der VfB Stuttgart zum Auftakt der Gruppenphase beim 13. der französischen Liga bis in die Schlussphase, um letztlich zum verdienten 2:0-Erfolg zu kommen. Tomasson und Ljuboja waren die Erfolgsgaranten für die zuletzt selten überzeugende Trapattoni-Elf. Dem VfB fehlte es lange an Genauigkeit und Esprit. Stade Rennes zeigte sich erst in der Schlussphase mutiger, blieb jedoch bis auf Utakas Großchance weitgehend harmlos.