NBA am Montag: Rassistische Äußerungen sorgen für Ärger

Während Westbrook streitet: OKC-Sieg dank Dennis Schröder

Dennis Schröder

Bester Werfer für OKC: Dennis Schröder. imago

Im Fußball würde man das Aufeinandertreffen zwischen den Utah Jazz und OKC am Montagabend in Salt Lake City als Sechs-Punkte-Spiel bezeichnen. Obwohl Utah noch immer keine Garantie auf eine Postseason-Teilnahme hat, geht es für beide Teams darum, sich für die erste Play-off-Runde einen Heimvorteil zu verschaffen. Das geht nur mit einer Platzierung unter den ersten Vier der Conference - und Utah ist vorerst nur noch Achter.

Die Gäste kamen deutlich besser ins Spiel und gingen auch dank Dennis Schröder mit einem komfortablen 14-Punkte-Vorsprung ins Schlussviertel. Der Braunschweiger trumpfte in einem intensiven Spiel groß auf, war mit 24 Punkten (10/18 FG, dazu sieben Rebounds und drei Assists) bester Werfer bei den Thunder.

Auf der Gegenseite hatte Utahs Juwel Donovan Mitchell (25/4/5) die Jazz im Zusammenspiel mit Big Man Rudy Gobert (15/12/1) zwischenzeitlich wieder herangeführt, vor allem ein spektakulärer Stepback-Dreier gegen Thunder-Forward Nerlens Noel versetzte die Halle in Ekstase. Doch es sollte am Ende nicht reichen, weil Schröder sowie Superstar Russell Westbrook (23/11/8) für OKC die Nerven bewahrten, den 98:89-Sieg schließlich klarmachten und den Thunder Platz vier im Westen wahrten.

Westbrook gerät mit Fan aneinander: "Würde dieselben Worte wieder wählen"

Apropos Westbrook: Es war nicht das Double-Double, das ihm anschließend die Schlagzeilen bescherte. Ein Video hatte während des Spiels die Runde gemacht, in dem der 30-jährige MVP von 2017 in eine hitzige "Diskussion" mit einem Jazz-Fan gerät, in der nicht nur einmal das F-Wort zu hören ist. Angeblich, so erklärte es Westbrook später, habe der Fan ihn aufgefordert, "auf die Knie zu gehen, wie du es gewohnt bist".

Westbrook bezeichnete das als "rassistisch" und "unangebracht" und erklärte zudem, dass er sich jederzeit schützend vor seine Familie stellen werde. "Es muss Konsequenzen für solche Leute geben, die zum Spiel kommen, und tun und sagen, was sie wollen. Das ist nicht fair für die Spieler. Wenn ich es wieder machen müsste, würde ich genau dieselben Worte wählen, weil ich für mich einstehe; für meine Familie, meine Kinder, meine Frau, meine Mutter und meinen Vater. Jedes Mal."

Lou Williams schreibt in Los Angeles Geschichte

Was geschah sonst noch? In Los Angeles schrieb Lou Williams beim 140:115-Sieg seiner Clippers Geschichte und überholte Stephen Currys Vater Dell als erfolgreichster Spieler aller Zeiten von der Bank (11.154). Auch am Abend war der amtierende "Sixth Man of the Year" mit 34 Punkten, vier Rebounds und fünf Assists bester Scorer.

In Cleveland überraschten die Cavaliers mit einem deutlichen 126:101 gegen Titelaspirant Toronto. Houston feierte beim 118:106 gegen Charlotte den neunten Sieg in Serie und Brooklyn gelang ein ganz wichtiger 103:75-Heimsieg gegen Verfolger Detroit.

NBA, Ergebnisse vom 11. März

Cleveland Cavaliers - Toronto Raptors 126:101
Washington Wizards - Sacramento Kings 121:115
Brooklyn Nets - Detroit Pistons 103:75
Houston Rockets - Charlotte Hornets 118:106
Utah Jazz - Oklahoma City Thunder 89:98
Los Angeles Clippers - Boston Celtics 140:115

mkr