Formel E in Hongkong: Brite wird disqualifiziert

Birds "ekliger Move": Lotterer verpasst ersten Sieg

Mortara

Am Ende jubelte ein Schweizer: Edoardo Mortara in Hongkong. Getty Images

Dramatisches Rennen in Hongkong: Der Deutsche Andre Lotterer sah in der letzten Runde als Führender eigentlich schon wie der Sieger aus - landete schlussendlich jedoch nur auf Rang 14! Der Grund war ein Kontakt zwischen Lotterers Techeetah-Boliden und dem Fahrzeug des Briten Sam Bird im Virgin. Der rechte Hinterreifen löste sich in viele Teile auf, Lotterer war chancenlos.

"Ich habe mein Rennen wegen ihm verloren", sagte der dreimalige Le-Mans-Gewinner: "Das war ein ekliger Move. Es war nicht fair, ganz und gar nicht. Selbst eine Strafe für ihn bringt mir nichts. Es ist einfach nur traurig."

Während Lotterer sich nur auf Platz 14 über den Zielstrich schleppte, ließ sich Bird zunächst als Sieger feiern. Die Rennkommissare belegten den Briten allerdings mehr als vier Stunden nach Rennende mit einer Fünf-Sekunden-Strafe, dadurch fiel er auf den sechsten Rang zurück.

Grüner Tisch: Mortara darf feiern, Abt klettert

Der Sieg ging am grünen Tisch an den Schweizer Edoardo Mortara (Venturi) vor Ex-Meister Lucas di Grassi (Brasilien/Audi) und dem Niederländer Robin Frijns (Virgin). Der Kemptener Daniel Abt (Audi), dem bisher die einzigen zwei Siege eines Deutschen in der Elektro-Rennserie gelangen, rückte auf Rang vier vor.

In der Gesamtwertung übernahm Bird dennoch die Führung. Mit 54 Punkten liegt er allerdings nur einen Zähler vor dem Belgier Jerome D'Ambrosio (Mahindra), der wie Teamkollege Pascal Wehrlein (Worndorf) in der Frühphase des Rennens in eine Kollision verwickelt war.

Der nächste Lauf steigt am 23. März im chinesischen Sanya. Die Formel E macht am 25. Mai in Berlin auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof Station.

aho/sid