Abräumer Witsel adelt die BVB-Fans

VfB-Taktik? Favre: "Einen gigantischen Bus geparkt"

Er musste lange zittern, ehe der elfte Heimsieg eingetütet war: BVB-Coach Lucien Favre.

Er musste lange zittern, ehe der elfte Heimsieg eingetütet war: BVB-Coach Lucien Favre. imago

In den ersten 45 Minuten am Samstagnachmittag konnte Dortmund nicht, wie zuvor von Sportdirektor Michael Zorc gewünscht, an die erste Hälfte gegen Tottenham anknüpfen. Stattdessen biss sich der BVB immer wieder an tief stehenden Stuttgartern die Zähne aus. "Sie haben einen gigantischen Bus geparkt", erklärte Favre am "Sky"-Mikrofon: "Es war sehr, sehr schwer, die Lücken zu finden. Wir haben alles probiert." Zum Glück sei das am Ende gut ausgegangen, Joker Christian Pulisic war maßgeblich erfolgreichen Endspurt beteiligt . "Insgesamt ist es verdient", schob Favre hinterher. "Nach dem unnötigen Gegentor haben wir gut reagiert. Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen."

Das gelang auch, weil Paco Alcacer seinem Treffer in Augsburg in der Vorwoche nach 84 Minuten sein 14. Saisontor folgen ließ. "Ich freue mich, dass ich getroffen habe. Aber am wichtigsten ist heute der Team-Erfolg", so der spanische Nationalspieler. Kapitän Marco Reus, einmal mehr erfolgreich vom Punkt, sah einen Sieg des Willens und verwies auf die schwierigen Bedingungen im ausverkauften Signal-Iduna-Park: "Mit dem Wetter, dem Wind - das war brutal heute." Zeitweise regnete es wie aus Kübeln, was dem Kombinationsfußball des BVB nicht immer zuträglich war. Über sein wichtiges Elfmetertor zum 1:0 sagte Reus: "Ich stand zwei bis drei Minuten dort. Der Wind kam von allen Seiten. Ich habe die volle Konzentration auf diesen einen Schuss gelegt und bin froh, dass ich getroffen habe."

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Witsel: "Solche Fans habe ich noch nie erlebt"

Am Ende habe auch der Wille gesiegt. "Das Wichtigste ist, dass wir an uns geglaubt haben", erklärte Reus, der "Erleichterung" verspürte. Denn: "Auch an uns geht das (die Sieglosserie, Anm.d.Red.) nicht spurlos vorbei." Schön sei der Dreier freilich auch für die BVB-Anhänger, die Abräumer Axel Witsel ausdrücklich hervorhob. "Die Fans haben uns auch heute wieder unheimlich viel Kraft gegeben. Vor allem haben sie uns auch nach dem Ausscheiden in der Champions League großartig unterstützt. Solche Fans habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt", gab der Belgier zu.

Bayerns 6:0? Das ist mir wurscht.

BVB-Kapitän Marco Reus über die Situation an der Tabellenspitze

Angesprochen auf das krachende 6:0 der Bayern , die damit die Tabellenführung in der Bundesliga übernahmen, antwortete Reus: "Das ist mir wurscht. Entscheidend ist, wer am Ende Erster ist. Beide Mannschaften dürfen sich natürlich keinen Fehler erlauben. Alles ist offen. Das macht aber ja auch Spaß." Das erste Spiel in der "neuen" Verfolgerrolle bestreitet Dortmund am nächsten Samstag (18.30 Uhr) in Berlin.

Ein kleiner Blick noch auf den Spielplan der Meisterschaftsanwärter: Nach Berlin wartet nur noch Wolfsburg (H) auf den BVB, ehe es nach München (6. April) geht. Die Bayern sind gegen Liverpool (H), Mainz (H), Freiburg (A) und im DFB-Pokal gegen Heidenheim (H) in der Pflicht, bis Dortmund in der bayerischen Landeshauptstadt gastiert.

msc

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