Mittelfeldmann beim HSV im Gespräch - und vor der Rückkehr

Kauczinski: Vertrauen in Dudziak

Jeremy Dudziak

Ihm gehören in dieser Woche die Schlagzeilen: Jeremy Dudziak. imago

"Wir haben in dieser Saison bisher Gutes geleistet und können uns jetzt auf ein richtiges Fest freuen. Wir wollen eine riesige Party am Sonntag", so Kauczinski. Das Hinspiel war nicht nur vom Ergebnis her eine Nullnummer, sondern enttäuschte auf ganzer Linie, St. Paulis Coach hingegen ist überzeugt, dass am Sonntag alles anders wird. "Taktik wird natürlich eine Rolle spielen, aber ich erwarte eine mitreißende Partie." Und zwar deshalb: "Wir sind vielleicht nicht fußballerisch besser, aber wir haben Waffen, mit denen wir das ausgleichen können."

Ausgerechnet eine Waffe der letzten Wochen, Mats Möller Daehli, wackelt jedoch. Ein Magen-Darm-Infekt hat den kleinen Norweger in den zurückliegenden beiden Tagen lahm gelegt und Kauczinski sagt: "Das ist schade, denn Mats war zuletzt eine prägende Persönlichkeit in unserem Spiel. Er ist fraglich." Seine Hoffnung ist ein Einstieg ins Mannschaftstraining am Samstag. "Danach werden wir eine Entscheidung treffen."

Spielersteckbrief Dudziak

Dudziak Jeremy

Spielersteckbrief Möller Daehli

Möller Daehli Mats

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HSV-Interesse an Dudziak

? Mit Johannes Flum und Jeremy Dudziak meldeten sich zur Wochenmitte jedoch zwei zuletzt angeschlagene Profis zurück – und ausgerechnet Dudziak gehören in dieser Woche auch die Schlagzeilen. Zunächst hatte der Mittelfeldmann angekündigt, seinen auslaufenden Vertrag am Millerntor nicht zu verlängern, am Freitag berichtete nun die "Bild", der Ex-Dortmunder stünde beim HSV hoch im Kurs. Kauczinski hat es vernommen und sagt: "Ich kann das nicht ausschließen. Ich kann nur sagen: Er hat sich immer anständig verhalten und uns ganz sauber mitgeteilt, dass er sich verändern möchte. Das ist legitim." Hemmungen, ihn gegen den HSV erstmals nach auskurierten Sprunggelenkproblemen wieder zu bringen, hätte er nicht: "An seiner Loyalität habe ich keine Zweifel. Ich weiß, dass Jerry immer alles geben wird."

Kauczinski: "Davon können wir zehren"

Dass auch alles nötig sein wird, steht für Kauczinski außer Frage. Natürlich hat St. Paulis Trainer das schwache HSV-Spiel gegen Fürth gesehen und analysiert, ordnet es aber sachlich ein. "Davon lassen wir uns nicht täuschen. Auch von uns gab es in dieser Saison solche Spiele – wenn sich der HSV etwa unseren Auftritt gegen Aue ansieht..." Kauczinski will sich ohnehin lieber weniger mit dem Nachbarn als vielmehr mit seinem Team beschäftigen. Und das sieht er nach zwei 1:0-Siegen gegen Ingolstadt und Paderborn wieder auf Kurs: "Die Konsequenz, die wir gezeigt haben, hat uns den Weg gezeigt. Davon können wir zehren."

Anders als sein Gegenüber und Freund Hannes Wolf, wird er das Abschlusstraining nicht öffentlich gestalten, um Fans und Spieler nochmal zusammen zu bringen. "Wir", sagt der gebürtige Gelsenkirchener und lacht, "haben die Tage davor aufgemacht, da durften wir übrigens auch den HSV bei uns begrüßen..."

Sebastian Wolff

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