Bundesliga

Mainz 05 am Rosenmontag: "Wer feiern kann, kann auch arbeiten"

Mainz zwischen Aufarbeitung und Rosenmontagszug

"Wer feiern kann, kann auch arbeiten"

Sandro Schwarz

Am Rosenmontag wurde die Niederlage in Berlin ausgeblendet: Mainz-Trainer Sandro Schwarz. picture alliance

"Wer feiern kann, kann auch arbeiten", sagte Trainer Sandro Schwarz im Vorfeld mit einem Schmunzeln. Der 40-Jährige ist in Mainz geboren und hat sich auf seine zweite aktive Teilnahme am Rosenmontagszug riesig gefreut. Beim letzten Mal war er noch Spieler gewesen. Die Fastnacht ist für Schwarz und Co. eine willkommene Gelegenheit, die "unnötige Niederlage" (Sportvorstand Rouven Schröder) von Berlin auszublenden.

"Die Leistung war über 70 Minuten sehr zufriedenstellend, wir hätten eigentlich etwas mitnehmen müssen. Dass es uns nicht gelungen ist, nervt", sagte Schwarz direkt nach der Partie. Aus seiner Sicht war das aber nur ein Stimmungsdämpfer für den Moment: "Es wird sich auf keinen Fall aus Rosenmontag auswirken."

Kapitän Niko Bungert fand die Stimmung beim Umzug denn auch in der Tat "gut, was aber auch nicht schwer ist, wenn man auf dem Fastnachtswagen durch die Stadt fährt", wie er im SWR-Fernsehen erklärte. Einige Teamgefährten trugen das eigens designte Fastnachtstrikot, das im Spiel gegen Leverkusen eingesetzt worden war, als oberste Schicht über warmen Jacken, andere zeigten sich in roten Regenjacken auf dem 05-Wagen mit der Zugnummer 73.

Ecken-Ärger in Berlin - doch Mainz hat sich bei Standards klar verbessert

Nach den Erfahrungen von Berlin wird Schwarz ab Dienstag wohl auch am Verhalten bei gegnerischen Standards arbeiten lassen, denn beide Gegentore sind nach Hertha-Ecken gefallen. Das 1:1 ziemlich direkt und das 2:1 für Berlin "in einer zweiten Welle", wie es der Mainz-Trainer beschrieb. Es waren die Eckballgegentore Nummer vier und fünf der Mainzer, die sich damit ihren guten Saisonschnitt kaputtmachen. In der Bundesliga sind jetzt aktuell nur noch Hannover und Leverkusen (beide 9) sowie Freiburg (8) schlechter.

Zu den Ecken kommen bei Mainz noch zwei Gegentore nach Freistößen und drei nach Elfmetern hinzu. Mit insgesamt zehn Standardgegentoren liegen die Nullfünfer im Mittelfeld des Bundesligarankings. Was allerdings ein deutlicher Fortschritt ist. In der vergangenen Saison war die Mannschaft von Schwarz mit 23 Gegentoren nach Standards die zweitschlechteste der Liga, wurde nur noch von Absteiger 1. FC Köln (25) übertroffen.

Michael Ebert

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