Regensburg bezwingt nach dem HSV auch Heidenheim

Grüttners Erleichterung nach großem Chancenwucher

Marco Grüttner

Jubel an der Eckfahne: Regensburgs Kapitän Marco Grüttner nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0. imago

"Es war enorm wichtig, dass wir den Sieg letzte Woche hiermit vergolden konnten", zeigte sich Kapitän Marco Grüttner im vereinseigenen "Jahn-TV" erfreut ob des nächsten Dreiers gegen einen Aufstiegsaspiranten. Da die drei Punkte lange Zeit auf Messers Schneide lagen, sorgte der Sieg im Nachhinein einerseits für Erleichterung beim 33-Jährigen. Andererseits ärgerte sich der Angreifer auch darüber, nicht schon "viel früher den Sack" zugemacht zu haben.

Jahn lauert auf "den" Fehler

Vor allem Durchgang eins sei "von Taktik geprägt" gewesen: "Heidenheim wollte uns locken, hat hinten rumgespielt und dann mit langen Bällen agiert", resümierte Grüttner. "Wir haben uns aber nicht locken lassen" - vielmehr hätte der SSV "auf den einen Fehler gewartet". Dieser unterlief den Hausherren auch, und zwar in der 44. Minute: Robert Andrich, im Spielaufbau von aggressiven Regensburgern unter Druck gesetzt, spielte einen kapitalen Fehlpass in die Beine von Hamadi Al Ghaddioui. Der schickte Grüttner steil - 1:0.

Letztendlich ist es scheißegal. Die drei Punkte zählen und wir freuen uns riesig.

Marco Grüttner

Nach dem Seitenwechsel wurde Heidenheim stärker und konnte sich einmal mehr auf den "super Standardspezialisten Marc Schnatterer" verlassen. Dessen "schönes Freistoßtor" in der 50. Minute warf die Gäste jedoch nicht zurück - im Gegenteil: "Wir haben postwendend das 2:1 gemacht", so Grüttner, der anschließend aber monierte, dass er und seine Mitspieler nicht frühzeitig für die Entscheidung gesorgt hätten.

Grüttner & Co. lassen Vorentscheidung liegen

Schließlich eröffneten sich Regensburg nach der erneuten Führung "Räume und Konterchancen. Da müssen wir ganz klar die Tore machen. Ich glaube, dass ich auch drei Dinger gehabt habe, wo ich einen auf jeden Fall machen muss", sparte der gebürtige Ludwigsburger nicht mit Selbstkritik, aber "letztendlich ist es scheißegal. Die drei Punkte zählen und wir freuen uns riesig".

kög