Leisten-OP und Oberschenkel-Verhärtung bei den TSG-Eigengewächsen

Nächster Rückschlag für Geiger, Entwarnung bei Amiri

Dennis Geiger und Nadiem Amiri (v.li.).

Der eine muss pausieren, der andere kann bald wieder eingreifen: Dennis Geiger und Nadiem Amiri (v.li.). imago

Vor knapp einem Jahr, am 10. März 2018 erfuhr die gerade in Schwung gekommene Karriere einen jähen Einschnitt. Kurz vor der Pause im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (3:0) zog sich der feine Techniker bei einem Sprint einen Muskelbündelriss inklusive Sehnenanriss in der Oberschenkelrückseite zu. Zunächst schien es, als sei Geiger mit gutem Heilfleisch gesegnet, doch vier Wochen später brach die Verletzung im Training erneut auf, Geiger musste sehr lange pausieren.

Erst acht Monate später, am 12. Dezember 2018 absolvierte der Mosbacher wieder ein Spiel bei den Profis. In der Champions League bei Manchester City gönnte Nagelsmann den beiden lange verletzten Eigengewächsen Geiger und Nadiem Amiri einen Einsatz als Belohnung für die zur Qualifikation zur Königsklasse erbrachten Leistungen. Eigentlich waren da beide noch nicht so weit. Amiri hatte sich nach Problemen in der Sommervorbereitung vorsorglich eine Schraube im Mittelfuß einbringen lassen, um einen drohenden Ermüdungsbruch zu vermeiden.

Spielersteckbrief Geiger
8

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Nach dem Winter wollten beide angreifen. Vier Einsätze schaffte Geiger, ehe nach dem 3:3 in Dortmund sich Adduktorenprobleme meldeten, die den Sechser erneut lahmlegten. Am Samstag nun gab die TSG bekannt, dass Geiger tags zuvor an der Leiste operiert werden musste, damit dürfte diese Saison für den Mittelfeldspieler wohl gelaufen sein.

Aufatmen bei Amiri

Fünf Spiele dauerte es bei Amiri. Der musste am Samstag in Frankfurt vorzeitig vom Platz. Bei dem Versuch, den Ball mit der Sohle nach hinten aus der Bedrängnis zu ziehen, hatte wohl die Rückseite des Oberschenkels zugemacht. Der U-21-Nationalspieler wurde gewissermaßen Opfer der ohnehin angespannten Personallage im Kraichgau. "Er kommt aus einer langen Verletzung, wird länger gebraucht, länger als es gut wäre, man müsste ihn ein bisschen früher runternehmen", erklärte Manager Alexander Rosen. "Weil man ihn nicht runternehmen kann, steigt die Gefahr einer muskulären Verletzung. Ich hoffe, dass keine Struktur kaputt ist, aber das sah nicht so gut aus."

Gegen den Club schon wieder eine Option?

Am Wochenende ergaben eingehende Untersuchungen, dass Amiri glimpflich davongekommen ist und sich lediglich eine Muskelverhärtung eingefangen hat. Dauerhaft wird er der TSG deshalb nicht fehlen. Abzuwarten bleibt, ob es schon für das Heimspiel am Sonntag gegen Nürnberg reicht.

Michael Pfeifer