Hannover: Pflichtkaufoption bei Japaner

Hohes "Entwicklungspotenzial": Asano soll bleiben

Er soll in Hannover bleiben: Takuma Asano.

Er soll in Hannover bleiben: Takuma Asano. Getty Images

Es ist für ihn die Rückkehr zu einer Station, in der es in Deutschland für ihn schon besser lief als in Hannover. In 41 Spielen in der 1. und 2. Liga kam Takuma Asano für den VfB Stuttgart immerhin zwischen 2016 und 2018 auf fünf Tore und vier Assists – in Hannover steht der Japaner seit seinem Wechselim vergangenen Sommer aktuell nach elf Einsätzen noch immer bei null Scorerpunkten.

Ein Highlight seiner Bundesliga-Karriere hierzulande ebnete den Weg zu 96: Am 24. November 2017 hatte der heute 24-Jährige beim Gastspiel mit den Stuttgartern die Macher der Niedersachsen überzeugt. Beim 1:1 im Duell der damaligen Bundesliga-Aufsteiger erzielte Asano als VfB-Spieler sein bisher einziges Bundesligator. Mehr noch: Als beweglicher Kombinationsspieler war er an vielen Offensivaktionen beteiligt und trug erheblich zum Teilerfolg der Schwaben bei.

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Die zogen am Ende der Saison allerdings nicht die Kaufoption für den bis 2020 an den FC Arsenal gebundenen Angreifer. Das will jetzt Hannover 96, das Asano seinerseits bis Juni von den Engländern ausgeliehen hat, tun. Manager Horst Heldt: "Taku ist ein Junge mit hohem Entwicklungspotenzial. Seine Torgefährlichkeit muss er noch verbessern, doch mit seiner enormen Schnelligkeit kann er sich in unserem Offensivspiel ideal in den Räumen bewegen."

Drei Millionen Euro Ablöse stehen im Raum

Ähnlich wie beim Österreicher Kevin Wimmer (muss nach 24 Bundesligaspielen von Hannover übernommen werden) gibt es auch bei Asano eine Pflichtkaufoption für 96. Dabei handelt es sich um eine etwas kompliziertere Kombination aus Einsätzen, Kurzeinsätzen, die addiert werden, sowie nach Toren und Vorlagen, die wiederum am Ende wie Einsätze dazugerechnet werden.

Für den häufig verletzt fehlenden Asano wird die Option kaum mehr greifen. Doch 96 schmiedet unabhängig davon seine Pläne mit dem Spieler, der für Arsenal gewiss keine Rolle in der Premier League spielt. "Es ist eine Konstellation, die sich für uns lohnt", empfiehlt Horst Heldt, der die Planungen ligaunabhängig mit Klubboss Martin Kind begonnen hat. Die Höhe der Ablösesumme, die an die Londoner zu zahlen wäre, beläuft sich dem Vernehmen nach auf rund drei Millionen Euro.

Michael Richter