Frankfurt seit neun Pflichtspielen unbesiegt

"Eine Wucht": Publikum peitscht die Eintracht zum Sieg

Der Jubel vor den eigenen Fans ist am schönsten: Ante Rebic (re.) & Co. feiern den Treffer zum 1:0.

Der Jubel vor den eigenen Fans ist am schönsten: Ante Rebic (re.) & Co. feiern den Treffer zum 1:0. Getty Images

Die Partie hielt, was man vor ihr erwarten durfte: Ein Offensivspektaktel. Es ging hin und her, beide Mannschaften wollten nach vorne spielen. Die Führung von Ante Rebic glich Joelinton noch vor der Pause aus. Nach dem Seitenwechsel brachte Ishak Belfodil die Gäste sogar in Führung. Doch dann die Schlüsselszene der Partie: Kasim Adams sah in der 65. Minute die Ampelkarte.

Fortan änderte sich das Spiel komplett, die Hessen waren klar tonangebend und die TSG stand sehr tief. Lange Zeit sah es so aus, als würden die Gäste den Vorsprung über die Zeit bringen, doch der Druck der Hausherren wurde zu groß. Die Frankfurter wurden vom eigenen Publikum immer wieder nach vorne gepeitscht. "Das ist schon ein Vorteil für Frankfurt, dass sie jedes zweite Wochenende vor so einer Kulisse spielen können. Das gibt ihnen Wucht, da wird es schwierig für uns. Da rollt Angriff über Angriff", gestand TSG-Defensivspieler Stefan Posch nach der Partie bei "Sky" ein.

Der Ausgleich in der 89. Minute durch Sebastian Haller war für die Hessen noch nicht genug. Die Commerzbank-Arena kochte über - und die Spieler rannten weiter an. Das zahlte sich aus, denn in der sechsten Minute der Nachspielzeit erzielte Goncalo Paciencia den Siegtreffer. Es war sein erstes Tor im dritten Bundesligaspiel.

"Sie haben uns nach vorne gepusht"

"Das ist natürlich ein Hexenkessel hier, nicht nur seit dieser Saison. Aktuell fühlt sich alles noch lauter an, noch emotionaler. Man muss sagen, auch die Fans haben uns zu diesem Sieg getrieben", sagte Sportvorstand Fredi Bobic. "Sie haben uns nach vorne gepusht. Die Jungs haben Gas gegeben bis sie nicht mehr konnten." Und auch Sebastian Rode hatte ein großes Lob für die eigenen Zuschauer parat. "Die Fans haben uns nochmal nach vorne und zum Sieg gepeitscht. Das ist unfassbar, was die Fans hier leisten. Wir auf dem Feld versuchen, es zurückzugeben und uns dem anzupassen."

Serie bleibt erhalten

Das haben die Spieler der Eintracht am Samstag gemacht, denn nach der achten Minute der Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Manuel Gräfe ab und der Jubel kannte keine Grenzen. Die Hessen haben nun neun Pflichtspiele in Folge nicht verloren, zuletzt gab es drei Siege in Serie mit zehn eigenen Treffern. Die Eintracht kletterte nun vorerst auf den fünften Platz und schraubte das Punktekonto auf 40 Zähler.

mst

Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - TSG Hoffenheim