Zwei Vewarnungen für Leipziger sorgen für reichlich Verwirrung

Konaté und die zurückgenommene Gelbe Karte

Tim Leibold, Lukas Klostermann, Ibrahima Konaté (v.li.)

Szene mit Folgen: Es kommt zum Kontakt zwischen Tim Leibold (li.) und Ibrahima Konaté. imago

Was war passiert? In der 9. Minute der Partie entschied Referee Daniel Schlager nach einem Kontakt zwischen Ibrahima Konaté und Tim Leibold genau auf dem Strafraumeck, zunächst auf Freistoß und zeigte dem Franzosen die Gelbe Karte. Nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten Marco Fritz deutete Schlager jedoch auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß schoss FCN-Kapitän Hanno Behrens an die Querlatte (10.). In der 58. Minute sah Konaté schließlich nach einem Zweikampf im Mittelfeld erneut die Gelbe Karte. Zur Verwirrung nicht nur der Nürnberger Fans musste Konaté jedoch nicht per Ampelkarte vom Feld. Mit einer Durchsage über Stadionmikrophone, "um Irritationen zu vermeiden", wie es hieß, wurde verkündet, dass die Gelbe Karte beim Strafstoß in der Halbzeitpause zurückgenommen worden sei. Dies allerdings vergrößerte die Verwirrung zunächst nur.

"Die Regel sagt aus, dass es keine Doppelbestrafung gibt, wenn es Elfmeter ist. Der Schiedsrichter-Assistent hat mir das dann auch gleich am Spielfeldrand bestätigt", erklärte RB-Coach Ralf Rangnick, dass er über den Verbleib Konatés im Spiel alles andere als verwundert gewesen sei. Auch Leipzigs Kapitän Willi Orban stellte über die Szene, die zunächst zur ersten Gelbe Karte für seinen Abwehrkollegen geführt hatte, klar: "Er hat er die Gelbe Karte gezogen und dann mit Köln kommuniziert. Er hat mir und Nürnbergs Kapitän Behrens dann gesagt, dass er die Gelbe Karte zurücknimmt." Die Stadiondurchsage nach dem Foul in der 58. Minute war folglich inhaltlich dahingehend inkorrekt, als dass die Gelbe Karte nicht erst in der Pause zurückgenommen worden war.

Spielersteckbrief Orban

Orban Willi

Spielersteckbrief Leibold

Leibold Tim

Spielersteckbrief Konaté

Konaté Ibrahima

Trainersteckbrief Rangnick

Rangnick Ralf

Rangnick zweifelt Elfmeter-Entscheidung an

Mit der durchaus kniffligen Elfmeterentscheidung selbst - Konaté hatte das Bein ausgefahren, Leibold kam durch den anschließenden Kontakt zu Fall - indes hatten die Leipziger so ihre Probleme. "Ich weiß nicht, ob das ein Elfmeter war", äußerte sich Orban noch zurückhaltend. Rangnick wurde da schon deutlicher: "Für mich ist das kein Elfmeter, unsere Analysten haben schon in der Pause gemeint, dass eher er gefoult wird. Da frage ich mich dann schon, warum man als Video-Assistent zwar den Ort verlegt, aber nicht sagt, dass der Schiedsrichter das noch einmal anschauen soll. So wird der Video-Assistent dann wieder zum Problem."

jom/dab