3. Liga

Maroh deutlich: "Lassen uns gegenseitig im Stich"

Desolater Uerdinger Auftritt in Halle

Maroh deutlich: "Lassen uns gegenseitig im Stich"

Dominic Maroh

Sichtlich bedient nach der Halle-Klatsche: Uerdingens Dominic Maroh. imago

Halle machte es Uerdingen vor, wie man sich in einem direkten Duell präsentiert: präsent in den Zweikämpfen, zielstrebig nach vorne und konsequent vor dem Tor. Der KFC entblößte bereits in der Anfangsphase seine Grundordnung und ließ klaffende Lücken zwischen Abwehrkette und Mittelfeld entstehen.

Halle, angeführt von Freigeist Toni Lindenhahn, hatte meist keine Mühe, sich hundertprozentige Torchancen herauszuspielen . In der Offensive gewannen erfahrene Routiniers wie Stefan Aigner oder Maximilian Beister (beide zusammen 168 Bundesligaspiele) zu selten einen Zweikampf und konnten dadurch für kaum Entlastung sorgen.

Holldacks schwarzer Tag

Hinzu kam, dass Großkreutz-Ersatz Jan Holldack in seinem ersten Spiel im neuen Jahr einen rabenschwarzen Tag erwischte und von Manu auf der Außenbahn mehrfach überrannt wurde. Beim Stand von 0:3 nach 35 Minuten wurde der bereits mit Gelb vorbelastete 22-Jährige dann erlöst.

Eigentlich musst du dich nach so einem Spiel eine Stunde lang in die Kurve stellen und die Fans persönlich nach Hause fahren.

Norbert Meier

Für Dominic Maroh war es kurz nach Schlusspfiff kaum zu erklären, warum sich seine Mannschaft über 90 Minuten in Halle derart chancenlos präsentierte. Nach kurzer Bedenkzeit fand er dann am Mikrofon von "Magenta Sport" aber doch deutliche Worte: "Wir ließen alles vermissen, was es in so einem Auswärtsspiel im Osten braucht. In den entscheidenden Situationen haben wir uns im Stich gelassen. Mit der Erfahrung, die wir im Kader haben, darf uns das einfach nicht passieren."

Auch sein Trainer Norbert Meier, der seit Amtsantritt immer noch keinen Sieg eingefahren hat, war sichtlich bedient nach der deutlichen Pleite und dachte zuerst an die Zuschauer: "Eigentlich musst du dich nach so einem Spiel eine Stunde lang in die Kurve stellen und die Fans persönlich nach Hause fahren."

kon

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