Mainz: Boetius fehlt gegen Hertha BSC gelbgesperrt

Quaison, Öztunali, Maxim: Drei Kandidaten für die Zehn

Robin Quaison, Levin Öztunali und Alexandru Maxim (v.li.)

Wer ersetzt Jean-Paul Boetius? Robin Quaison, Levin Öztunali und Alexandru Maxim (v.li.). imago

Quaison: Vorteil Freilaufverhalten

Die wahrscheinlichste Lösung heißt Robin Quaison (25). Der Stürmer agierte bereits beim 1:4 in Leipzig als Zehner, völlig fremd ist ihm die Rolle also nicht. Dem Schweden bescheinigt Schwarz ein "gutes Freilaufverhalten. Er ist derjenige, der durch Tiefenläufe die Verbindung zwischen den Linien herstellt. Auf der Zehn ist er definitiv eine Option." Da Karim Onisiwo nach seinem Doppelpack gegen Schalke gute Chancen auf die Startelf besitzt, könnte Schwarz Quaison als Zehner und Onisiwo als zweiten Stürmer aufbieten.

Spielersteckbrief Öztunali

Öztunali Levin

Spielersteckbrief Maxim

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Spielersteckbrief Quaison

Quaison Robin

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Boetius Jean-Paul

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Öztunali: Vorteil Umschaltspiel

Doch nicht nur Quaison kommt als möglicher Boetius-Vertreter in Frage. Eine weitere Alternative wäre Levin Öztunali. Da die Formation mit Raute keine klassischen Außenbahnspieler wie Öztunali vorsieht, durfte der 22-Jährige zuletzt gegen Schalke auf der Achterposition ran. Seine Stärken entfalte Öztunali "im Umschaltspiel", wo er "mit Dynamik geradlinig Richtung Tor" gehe, so Schwarz.

Maxim: Vorteil Passspiel

Der dritte Kandidat ist gelernter Zehner und wäre deshalb eigentlich für die Rolle prädestiniert. An Alexandru Maxim (28) schätzt Schwarz besonders dessen "Sicherheit im Passspiel". Jedoch fehlt dem Rumänen die Spielpraxis, in der laufenden Saison fristet er bislang ein Dasein als Ergänzungsspieler.

Jean-Paul verschiebt immer wieder zur ballnahen Seite und betreibt einen hohen Aufwand gegen den Ball.

Sandro Schwarz über Jean-Paul Boetius

Doch warum ist der Ausfall von Boetius (24) überhaupt so schwer zu kompensieren? Regelmäßig besticht der Niederländer durch außergewöhnlich gute Laufwerte. Vergangene Woche spulte der Niederländer 11,75 Kilometer ab, am 10. Spieltag gegen Werder Bremen sogar 12,84. "In der Raute brauchst du einen extrem laufstarken Zehner", sagt Schwarz und erklärt: "Für die Spielverlagerung ist Laufstärke extrem wichtig. Aber der Spieler muss nicht nur viel, sondern auch schnell laufen können."

Beide Anforderungen sieht Schwarz bei seiner Nummer 5 erfüllt: "Jean-Paul verschiebt immer wieder zur ballnahen Seite und betreibt einen hohen Aufwand gegen den Ball. Das ist schon von Vorteil." Am Samstag muss der Coach jedoch vorerst ohne seinen Stamm-Zehner auskommen.

Maximilian Müller