Bundesliga

Borussia Mönchengladbach - Dieter Hecking: "Wir haben keinen Grund, verunsichert zu sein"

Gladbachs Trainer setzt auf selbstbewusste Borussen

Hecking: "Wir haben keinen Grund, verunsichert zu sein"

Dieter Hecking

Seine Mannschaft kassierte zuletzt eine 0:3-Niederlage gegen Wolfsburg: Trainer Dieter Hecking. imago

Es ist ein zusätzlicher Mutmacher für die Fohlen, dieser geradezu historische 3:0-Erfolg aus der Hinrunde . Aber vor der 102. Ausgabe des Bundesliga-Klassikers sei die Ausgangslage eine andere, erklärte Dieter Hecking am Donnerstag. Weil sich vor allem beim FC Bayern einiges verändert habe - zum Positiven. "Die Voraussetzungen sind anders als vor dem Hinspiel. Damals hatten sie beim FC Bayern eine Phase, in der sie instabil wirkten und am Nachdenken waren. Es war eine schwierige Phase, die sie aus meiner Sicht hervorragend gelöst haben", erklärte der Borussen-Trainer. "Heute", so Hecking weiter, "wirkt Bayern München wieder stabil. Und wenn man sieht, wie sie beim Spiel in Liverpool zu Werke gegangen sind, dann war das schon sehr beeindruckend."

Das Wichtigste ist, dass du jetzt nicht alles infrage stellst, die Ruhe behältst und weiter von dem überzeugt bist, was du machst.

Dieter Hecking

Nichtsdestotrotz glaubt der Coach an eine Chance gegen die Münchner. "Mutig sein" und "nach vorne spielen" wollen die Borussen am Samstag, versicherte Hecking und machte deutlich, dass man angesichts der ergebnismäßigen Schwächeperiode (nur ein Punkt aus den letzten drei Spielen, darunter zwei 0:3-Heimniederlagen) nicht ins Grübeln geraten müsse. "Es gibt keinen Grund, verunsichert zu sein. Und wir haben keinen Grund, jetzt eine Trotzreaktion heraufzubeschwören", betonte Hecking. Vom Spielansatz sei in den vergangenen Begegnungen vieles richtig gewesen. "Aber du musst hinten konsequent verteidigen und vorne effizient sein. Das Wichtigste ist, dass du jetzt nicht alles infrage stellst, die Ruhe behältst und weiter von dem überzeugt bist, was du machst."

Eberl: "...sonst wirst du keine Chance haben"

Dieser Meinung ist auch Sportdirektor Max Eberl: "Unsere zwei letzten Heimspiele waren nicht so schlecht. Aber es haben eben ein paar Prozent gefehlt: Sowohl in der Effizienz vorne als auch im Verteidigen unseres eigenen Tores. Beides werden wir am Samstag zu hundert Prozent brauchen, sonst wirst du gegen Bayern keine Chance haben."

Zwei neue Ausfälle

Während Raffael nach ausgeheiltem Schlüsselbeinbruch vor dem Comeback steht, beklagen die Borussen vor dem Top-Spiel zwei neue Ausfälle. Michael Cuisance (schwere Fersenprellung) und Josip Drmic (kleiner Muskelfaserriss im Oberschenkel) stehen nicht zur Verfügung. Außerdem fallen Ibrahima Traoré (Operation im Leistenbereich) und Mamadou Doucouré (Muskelbündelriss im Oberschenkel) aus.

Jan Lustig