Entscheidungsfindung bei den Bayern

Hoeneß will eSport-Thema "weiter verfolgen"

Laut Uli Hoeneß könnte es bald vielleicht doch eSport beim FC Bayern München geben.

Laut Uli Hoeneß könnte es bald vielleicht doch eSport beim FC Bayern München geben. imago

Der eSport bleibt weiter ein heißes Thema beim FC Bayern München. Während einer Sonderausstellung im eigenen Vereinsmuseum zum 119. Jubiläum sagte Uli Hoeneß gegenüber der dpa: "Wir sind intern in einem relativ langwierigen Prozess der Diskussion um dieses Thema. Aber da gibt es noch keine Entscheidung." Der Vereinspräsident erwähnte ferner, dass man das Thema "weiter verfolgen" wolle, alle Aspekte in Betracht zieht und in den kommenden Monaten eine Entscheidung treffen werde. Hoeneß betonte aber auch die Wichtigkeit, sich "in modernen Zeiten zu etablieren". Ein eSport-Team wäre eine Möglichkeit, um das zu erreichen.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte bereits Ende Januar angedeutet, dass die Bayern einen Einstieg in eSport prüfen würden . "Wir haben da jetzt eine offensivere Haltung eingenommen. Wir haben eine Analyse vorgenommen, ob wir uns diesem Thema nicht doch nähern, weil es aus wirtschaftlichen Zukunftsgedanken interessant werden könnte", sagte Rummenigge auf dem Sportbusiness-Kongress SPOBIS. "Ursprünglich waren wir nicht dafür, weil uns diese Ballerspiele nicht so gefallen haben."

Umdenken bei Hoeneß

Etwas überraschend kommt der Sinneswandel von Hoeneß. Noch im August hatte der 67-Jährige kritisiert: "Es wäre totaler Schwachsinn, wenn der Staat nur einen Euro dazugeben würde. Junge Leute sollen Sport auf dem Trainingsplatz treiben. Ich sehe ein großes Problem auf uns zukommen. Das darf auf keinen Fall olympisch werden." In dem Zusammenhang hatte Hoeneß aber auch zugegeben, dass er mit dieser Meinung alleine dasteht beim FC Bayern. Nun scheint er sich zumindest mit dem Gedanken abzufinden.

Christian Mittweg

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