Johaug läuft erneut zu Gold

"Ganz stark": Drei Deutsche schaffen Top-15-Plätze

Therese Johaug

Freudensprung: Frida Karlsson, Therese Johaug und Ingvild Flugstad Östberg. imago

Mit dem besten Distanzergebnis seit Jahren haben sich die deutschen Langläuferinnen Selbstvertrauen für die Staffel-Entscheidung bei den nordischen Skiweltmeisterschaften in Seefeld geholt. Beim erwarteten Sieg der Norwegerin Therese Johaug über 10 Kilometer in der klassischen Technik kamen am Dienstag Katharina Hennig, Laura Gimmler, Pia Fink und Sandra Ringwald auf die Plätze elf, 13, 15 und 27 und schafften damit erstmals als Quartett Plätze unter den besten 30.

"Ganz stark, was die vier heute hier geleistet haben. Sie haben eine sehr gute Performance geboten auf dieser schweren Strecke", lobte Bundestrainer Peter Schlickenrieder in der ARD. "Das muss man erstmal schaffen", betonte der Coach, der sich die Entscheidung über den vierten Staffelplatz neben Hennig, Victoria Carl und Ringwald nicht leicht machen wird.

Hennig verpasste als Elfte den angestrebten Top-10-Rang um knapp sechs Sekunden. "Für mich ist es wie Platz zehn. Wir haben vor der WM alle noch einmal an ein paar Stellschrauben gedreht, sind jetzt ein ganz starkes Team", sagte die Oberwiesenthalerin, die vor zwei Jahren in Lahti bereits einmal Elfte im Skiathlon geworden war.

Noch größer war die Leistung von Gimmler und Fink, die noch nie soweit vorn gelandet waren. "Ich bin einfach sprachlos. Ausgerechnet bei der WM das beste Ergebnis der Karriere zu machen, ist natürlich ein Glücksfall", sagte Gimmler.

Siegerin Johaug musste alles für ihren insgesamt neunten WM-Titel investieren. Die 19 Jahre junge Junioren-Weltmeisterin Karlsson forderte die Norwegerin bis zuletzt heraus und deutete an, dass auch eine Johaug nicht unschlagbar ist.

Der Medaillenspiegel der Nordischen Ski-WM

dpa