Würzburg findet zurück zu alter Stärke

Breitkreuz: "... das sagt schon einiges aus"

Patrick Breitkreuz

Gewann gegen seinen Ex-Klub: Würzburgs Patrick Breitkreuz. imago

Trainer Michael Schiele schickte gegen den SVWW die Mannschaft aufs Feld, die mit drei Siegen aus der Winterpause gekommen war und beim Tabellendritten nun erneut bewies, dass man sie im Aufstiegskampf noch nicht abschreiben sollte. Einzig gegen Rostock wurde diese Startformation durcheinandergewürfelt - teils wegen Sperren (Kurzweg, Kaufmann), aber auch teils Experimenten von Schiele.

Gnaase überzeugt erneut

Nachdem es vor allem taktisch gegen die Kogge nicht funktioniert hatte, vertraute Schiele nun wieder auf gewohntes Personal und System, zu dem auch Mittelfeldstratege Dave Gnaase gehört. Gegen Rostock saß der 22-Jährige, der vergangene Woche seinen Vertrag bei den Unterfranken just um ein weiteres Jahr verlängert hatte , überraschenderweise auf der Bank. In Wiesbaden kehrte er zurück und war maßgeblich am Würzburger Erfolg beteiligt.

Vor dem Führungstreffer eroberte er energisch den Ball von seinem ehemaligen Mitspieler Marcel Titsch-Rivero (Heidenheim) und leitete weiter zu Kaufmann, der mustergültig Orhan Ademi bediente. Doch nicht nur Gnaase sondern die ganze Mannschaft agierte defensiv wie offensiv sehr konsequent, was auch der ehemalige Wiesbadener Patrick Breitkreuz unterstrich: "Wir haben sehr konzentriert verteidigt. Gegen den besten Sturm der Liga (47 Tore, d. Red.) zu null zu spielen - das sagt schon einiges aus."

Lieblingsgegner Wiesbaden?

Dass die Kickers den SV Wehen ärgern können, bewiesen sie schon häufiger: In Wiesbaden kassierten sie in den letzten drei Drittliga-Spielen kein Gegentor (0:0, 2:0, 2:0), auch das Hinspiel konnten sie mit 3:1 für sich entscheiden.

Der FWK ist damit 2019 weiter voll im Soll, durch den Erfolg am Wochenende konnte der Rückstand auf die Hessen auf sechs Punkte verkürzt werden. Nachlegen können die Würzburger erst am Montag (19 Uhr) gegen Unterhaching - die Oberbayern sind nach Wiesbaden die torgefährlichste Mannschaft der Liga. Dass Würzburg dies aber nicht abschreckt, haben sie jüngst bewiesen.

kon, fk