Gladbach: Nachschlag für den Dauerbrenner

Routinier Wendt bleibt bis 2020

Oscar Wendt

Zeigt selten eine Schwächephase: Oscar Wendt. imago

Sehr erfreulich verlief diese besondere Partie allerdings nicht für den Schweden. Der ansonsten stets zuverlässige Linksverteidiger patzte beim dritten Gegentor, als er nicht entschlossen genug klärte und Admir Mehmedi die Chance zum dritten Wolfsburger Treffer nutzte.

"Da macht er zwar einen Fehler, aber insgesamt gesehen muss man auch festhalten, dass Oscar Wendt in dieser Saison noch mal ein anderes Niveau erreicht als im vorigen Jahr", urteilt Trainer Dieter Hecking. Bereits Ende Januar beim 2:0 gegen den FC Augsburg hatte Wendt einen Rekord aufgestellt. Damals machte der 33-Jährige sein 184. Bundesligaspiel für Borussia und übertraf damit den Belgier Filip Daems, der bis dahin der Ausländer mit den meisten Bundesliga-Einsätzen für Gladbach gewesen war. Damals hatte Wendt sogar das wichtige 1:0 erzielt und nicht nur dadurch seinen Wert für die Borussia einmal mehr dokumentiert.

Spielersteckbrief Wendt

Wendt Oscar

Wendt sticht alle aus

Links in der Viererkette ist der Dauerbrenner und Dauerläufer quasi gesetzt. Jahr für Jahr stehen neue Konkurrenten auf der Matte, doch Wendt setzt sich stets durch. So kam im Sommer 2018 Andreas Poulsen für 4,5 Millionen Euro vom dänischen Klub FC Midtjylland, doch so richtig startete der 19-Jährige bisher noch nicht durch.

"Es war immer unser Plan, dass er im ersten Jahr alles kennenlernt", sagte Sportdirektor Max Eberl im Interview mit dem dänischen Online-Magazin Bold.dk. "Andreas hat sich vor der Saison in der Vorbereitung gut präsentiert, hatte danach aber Schwierigkeiten, sein hohes Niveau zu halten. Aber das ist für junge Spieler schließlich eine ganz normale Entwicklung."

Und weil Oscar Wendt sich ganz selten eine Schwächephase erlaubt, muss sich Poulsen mächtig strecken, um den Routinier tatsächlich eines Tages zu verdrängen.

Oliver Bitter