Bundesliga

Hanno Behrens: "Wir müssen ganz viel einstecken" - 1. FC Nürnberg stellt Bundesliga-Negativrekord ein

1. FC Nürnberg stellt Bundesliga-Negativrekord ein

Behrens: "Haben uns auch dumm angestellt"

Hanno Behrens (Mitte)

Lange Gesichter: Hanno Behrens (Mitte) & Co. bedanken sich bei den mitgereisten Club-Fans. imago

Gekämpft, alles gegeben, viel Laufarbeit gezeigt - und sogar überraschend in Unterzahl mit 1:0 geführt. Richtig vorzuwerfen hatte sich der 1. FC Nürnberg am Samstagabend bis zur 62. Minute aber nichts, abgesehen von der ganz frühen Roten Karte gegen Matheus Pereira (Tätlichkeit) natürlich. Dann aber unterlief Abwehrchef Ewerton ein unglückliches Eigentor, ehe die Kräfte ausgingen und wohl auch die Konzentration etwas nachließ. Die Folge: Das 2:1-Siegtor der Fortunen durch Innenverteidiger Kaan Ayhan (84.) .

Damit ist der Club nun schon seit 17 (!) Spieltagen ohne Sieg und hat damit den eigens in der Abstiegssaison 2013/14 aufgestellten Bundesliga-Negativrekord eingestellt.

Spielersteckbrief H. Behrens
H. Behrens

Behrens Hanno

Spielersteckbrief Ayhan
Ayhan

Ayhan Kaan

Spielersteckbrief Ewerton
Ewerton

Almeida Santos Ewerton José

Spielersteckbrief Matheus Pereira
Matheus Pereira

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Trainersteckbrief Schommers
Schommers

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Behrens: "Das ist alles maximal unglücklich"

Kapitän Behrens lässt das nicht unkommentiert - und kommt dabei auch auf die frühe Tätlichkeit von Matheus Pereira zu sprechen: "Die Rote Karte nach zwei oder drei Minuten, so etwas darf natürlich nicht passieren. Da muss man sich cleverer anstellen. Dann in solch einem Spiel etwas mitzunehmen, ist natürlich ganz, ganz schwer - auch wenn wir sogar noch in Führung gehen." Vor allem mit dem weiteren Verlauf haderte der 28-Jährige: "Dann kriegen wir auch noch solch ein Eigentor, das passt zu unserer ganzen Situation. Wir müssen dieses Jahr einfach ganz viel einstecken. Das ist alles maximal unglücklich. Und wir haben uns dabei natürlich auch dumm angestellt, denn das 1:2 kann man sicherlich besser verteidigen."

Nach dem Aufschwung gegen Dortmund (0:0) und dem Vorhaben, mit frischem Selbstvertrauen beim Mitaufsteiger F95 endlich wieder einen Dreier einzufahren, blieben am Ende nur lange Gesichter übrig - und die Erkenntnis, mit 13 Punkten aus 23 Spielen weiter das Tabellenende zu zieren. Ein Lichtblick: Die Konkurrenz aus Hannover (14), Stuttgart (16) und Augsburg (18) ist noch immer erreichbar.

Null Punkte: "Das zählt"

Boris Schommers

Kassierte in seinem zweiten Spiel die erste Niederlage: FCN-Coach Boris Schommers. imago

Interimstrainer Schommers haderte indes besonders mit der frühen Roten Karte, als sein Schützling Matheus Pereira nach einem vorangegangenen Ellenbogenschlag von Niko Gießelmann quasi als Revanche-Foul zum kurzen Tiefschlag ansetzte - und per Videobeweis überführt wurde: "Ein junger Spieler muss sich im Zaum halten, egal was vorher passiert ist. Da muss man so professionell sein, sich zu so etwas nicht hinreißen zu lassen." Ähnlich sah das Behrens: "Das darf dir in dieser Situation nicht passieren, egal in welcher Minute. Du schwächst damit dein Team und musst wissen, dass so etwas gesehen wird. Das konnte man sich vielleicht mal früher erlauben, doch heutzutage ist doch auf Video alles zu sehen. Ich weiß jetzt auch nicht, inwieweit Gießelmann in der Szene provoziert hat. Man mag das clever nennen, aber das war sicherlich auch irgendwo unsportlich. Dennoch: Man darf sich hier zu keiner Tätlichkeit hinreißen lassen."

Behrens abschließend: "Nichtsdestotrotz haben wir uns in Unterzahl lange gut angestellt und sind eben auch in Führung gegangen. Da wäre sicherlich heute etwas drin gewesen. Doch am Ende stehen wir mit null Punkten da, das zählt."

mag/md

Bilder zur Partie Fortuna Düsseldorf - 1. FC Nürnberg