Gladbach: 0:3 gegen Wolfsburg erinnerte an Hertha-Pleite

Stindl: "Vorne zu umständlich, hinten zu einfach"

Lars Stindl

Wieder kein Sieg im heimischen Stadion: Lars Stindl (re.) hat mit Gladbach gegen Wolfsburg 0:3 verloren. imago

Mitte des ersten Durchgangs hätte die Borussia fast zwingend führen müssen, gleich dreimal stand Neuhaus im Fokus. Erst zimmerte der Mittelfeldmann knapp über den Kasten, dann schoss er den Ball an die Latte. Eine Minute später hatte er das leere Tor vor sich, durfte aber nicht jubeln, weil Robin Knoche den Ball noch kurz vor dem Kasten per Kopf über die Latte lenkte. "Den muss ich machen", gab der 21-Jährige nach Ansicht der TV-Bilder am "Sky"-Mikrofon selbstkritisch zu. "Es ist bitter, dass ich der Mannschaft nicht helfen konnte."

Seine Fehlversuche, die allerdings nicht die einzigen seiner Mannschaft waren, fielen umso stärker ins Gewicht, weil Wolfsburg seine erste Möglichkeit nutzte und durch Yannick Gerhardt in Führung ging. Im zweiten Durchgang bestrafte Admir Mehmedi zwei Abwehrfehler der Hausherren eiskalt. "Natürlich nehmen wir uns vor, die Dinge umzusetzen, die wir uns vorgenommen", sagte Kapitän Stindl mit Blick auf die Lehren aus dem vergangenen Heimspiel. Trotzdem erlebte sein Team ein Déjà-vu. "Heute war es noch klarer, obwohl wir 0:3 verloren haben. Im Endeffekt ist es ein Ergebnissport", so Stindl, dessen Fazit lautete: "Vorne zu umständlich, hinten zu einfach."

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Stindl: Führung würde "uns allen guttun"

Immerhin gab es von den Rängen im Nachgang Zuspruch und Trost. "Das ist, was uns die ganze Saison schon begleitet", lobte Stindl, der vor dem anstehenden Heimspiel gegen den FC Bayern nach drei Spielen ohne Sieg wieder auf die Wende hofft. Ein Baustein auf dem Weg dorthin: mal wieder in Führung gehen. "Das würde uns allen guttun", glaubt der Stürmer.

pau