Kritik trotz Aufwind in Braunschweig

Schubert: "In allen Belangen noch steigern"

André Schubert

Ist trotz des Aufwindes nicht zufrieden: Braunschweigs Trainer André Schubert. imago

Für manch einen galt die Eintracht aus Braunschweig schon zu Weihnachten als sicherer Absteiger aus der 3. Liga, nur 14 Punkte sammelte der ehemalige Bundesligist in den ersten 20 Spielen. Seit Wiederauftakt gewannen die Mannen von André Schubert jedoch in vier Spielen dreimal, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt dadurch nur noch drei Punkte. Dennoch ist man an der Hamburger Straße noch nicht zufrieden, besonders die Defensive steht am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen die SpVgg Unterhaching unter besonderer Beobachtung.

Schuberts Matchplan

"Wenn wir so verteidigen wie in den letzten beiden Spielen, wird es nicht reichen. Wir müssen uns in allen Belangen noch steigern", mahnt Schubert vor der Partie gegen die Oberbayern, die ihre Stärken besonders in der Offensive haben. "Sie haben mit Stephan Hain (13 Tore) und Stefan Schimmer (9) zwei absolute Top-Torjäger", weiß der Cheftrainer und gibt den Matchplan aus: "Wir ist nicht gut beraten, wenn wir sagen, wir stellen uns gegen Unterhaching nur hinten rein. Man muss auch offensiv verteidigen, mutig anlaufen und nach vorne spielen."

Hofmann knipst

Im Braunschweiger Angriff steht ein Mann besonders im Fokus: Philipp Hofmann. Der 25-Jährige ist der beste Torschütze der Niedersachsen (7) und erzielte zuletzt auch beim 3:1-Auswärtserfolg bei Fortuna Köln per Heber den wichtigen Ausgleichstreffer. "Es ging alles sehr schnell, ich habe im Augenwinkel gesehen, dass der Torwart ein Stück zu weit vorne steht und links ein Gegenspieler kam. Dann habe ich es riskiert und den Ball perfekt getroffen. Das Tor war extrem wichtig für uns, um wieder ins Spiel zurückzukommen", berichtet der Angreifer in einem Vereinsinterview.

Gutes Händchen im Winter

Doch der Aufwind der Eintracht liegt nicht nur an Hofmann. Im Winter rüstete Braunschweig noch einmal ordentlich auf, um die verkorkste Hinrunde mit dem Klassenerhalt vergessen zu machen und sich in der Breite besser aufzustellen. Erfahrene Spieler wie Benjamin Kessel oder Bernd Nehrig geben der Mannschaft defensiv viel Halt, in der Offensive sorgen Mike Feigenspan und selbst Sechser Christoph Menz für wichtige Tore.

"Wie es im Moment aussieht, haben wir im Winter unsere Hausaufgaben gemacht. Die Neuzugänge sind die richtigen Ergänzungen für unsere Mannschaft", freut sich Präsident Sebastian Ebel über die Verstärkungen, schiebt jedoch auch gleich eine Warnung nach: "Das Schlimmste wäre, wenn wir nun bereits zufrieden wären."

kon, dm