Bobic spricht über das Geheimnis seines Sturm-Trios

Hütter: "Das 3:1 war der Knackpunkt"

Adi Hütter, Armin Reutershahn (re.)

Daumen hoch: Frankfurts Coach Adi Hütter (li.) nach dem Spiel. imago

"Es war ein toller Abend, eine unglaubliche Stimmung im Stadion. Schachtar Donezk mit 4:1 auszuschalten, das ist schon beeindruckend. Natürlich hatten wir auch das notwendige Glück, gerade bei den Lattentreffern", meinte SGE-Coach Adi Hütter nach dem Spiel. In der Tat: 17 Spielminuten lagen zwischen zwei entscheidenden Situation, in denen das Spiel durchaus hätte kippen können. Der Anschlusstreffer der Ukrainer in der 63. Minute resultierte aus einem gelungenen Spielzug der drei Brasilianer Marlos, Ismaily und Junior Moraes, dessen Volleyabschluss aus kurzer Distanz Kevin Trapp beinahe noch pariert hätte. Am Ende rutschte ihm der Ball allerdings über die Linie. "Das ging so schnell, ich weiß gar nicht richtig, wie er dann durch ist. Wenn der Ball so schnell ist, ist es schwierig, aber es war sicher eine unglückliche Situation", meinte der SGE-Keeper.

In den gut 15 Minuten danach machte Donezk plötzlich nicht nur Druck, sondern kam durch Marlos und Taison auch gleich zu zwei Lattentreffern. Doch dann entschied Sebastien Haller in der 80. Minute mit seinem zweiten Treffer das Spiel: "Da haben wir endlich mal einen Konter in Ruhe und gezielt ausgespielt. Sebastien macht das dann eiskalt", lobte Sportvorstand Fredi Bobic bei "Nitro". Auch Hütter zeigte sich zufrieden. "Meiner Mannschaft ist der Saft nicht ausgegangen, doch wir mussten dem Druck standhalten. Wir wussten, dass wir gegen so eine Top-Mannschaft nicht alles verteidigen konnten. Das 3:1 war sicherlich der Knackpunkt für den Sieg", meinte der Österreicher.

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Hütter Adolf

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Bobic über Jovic, Haller, Rebic: "Ab und zu muss man sie kitzeln"

Zwei Tore Haller, ein Tor Luka Jovic, ein Tor Ante Rebic - das erfolgreiche Frankfurter Sturm-Triumvirat zeichnete einmal mehr und sogar geballt für das Weiterkommen verantwortlich. Bei allem Hype um die drei Akteure sprach Bobic auch mahnende Worte in Richtung des Trios: "Sie müssen verstehen, dass sich nur so gut sind, weil alle anderen so für sie mitspielen. Ob nun heute zum Beispiel ein Rode, der im Mittelfeld gerackert hat, oder auch da Costa rechts. Oder auch Gacinovic, der einiges abgelaufen hat."

Sorgen um die Chemie zwischen den drei Akteuren, von denen (wie gegen Schachtar Rebic oder zuletzt zweimal Haller) einer oftmals zumindest nicht in der Startelf steht, macht sich Bobic indes kaum und verriet zudem eines der Erfolgsgeheimnisse: "Ab und an muss man sie natürlich auch mal kitzeln. Adi Hütter macht das sehr gut und souverän. Sicher ist auch immer wieder mal einer ein bisschen beleidigt, wenn er nicht spielt oder relativ spät reinkommt. Aber wenn alle dann treffen - was wollen wir mehr?"

jom