Bundesliga

Sandro Schwarz, Trainer des 1. FSV Mainz 05, fordert: "Mehr Power im letzten Drittel"

Mainz: "Wir haben immer die falsche Variante gewählt"

Schwarz fordert: "Mehr Power im letzten Drittel"

"Von 20 Flanken kamen nur vier an den Mann": Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz.

"Von 20 Flanken kamen nur vier an den Mann": Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz. imago

Diese Niederlage ärgerte die Mainzer mehr als das 0:3 in Augsburg oder das 1:5 gegen Leverkusen. Im Auswärtsspiel beim FCA war die Teamleistung extrem schwach, gegen Bayer 04 die Mannschaft zu stark nach vorne ausgerichtet, sie hielt dadurch dem Leverkusener Offensivdruck nicht stand. Doch in Wolfsburg hat vieles gestimmt, auch wenn die Nullfünfer schlecht ins Spiel gekommen waren: Nach dem 0:1 kontrollierten sie phasenweise das Geschehen, allerdings ohne selbst große Torgefahr heraufzubeschwören.

"Wir haben oft den Ball auf Außen gehabt, um in die Box zu kommen, aber keinen Abnehmer gefunden", bemängelte Sportvorstand Rouven Schröder, "wir waren nicht zielstrebig genug." Ähnlich sah es der Trainer: "Wir hätten mehr Power im letzten Drittel entwickeln müssen. Von 20 Flanken kamen nur vier an den Mann. Das war ein springender Punkt." Auch den Außenverteidigern Daniel Brosinski (fünf Torvorlagen in dieser Saison) und Aaron (drei) fehlte es diesmal an Esprit und Präzision.

Brosinski: "Wir waren nicht drei Tore schlechter"

"Wir haben immer die falsche Variante gewählt und bei der ein oder anderen Flanke den freien Mann nicht getroffen. Vielleicht hätten wir häufiger flache Hereingaben wählen können, aber hinterher ist man immer schlauer . . . Uns fehlt im Moment die richtige Überzeugung im eigenen Ballbesitz und im gegnerischen Sechzehner", ärgerte sich Brosinski. Die Niederlage sei "viel zu deutlich ausgefallen ist, wir waren nicht drei Tore schlechter". Nun muss Mainz 05 nach einem optimalen Rückrundenstart mit sechs Punkten aus zwei Spielen mit drei Niederlagen nacheinander umgehen. "Wir dürfen jetzt nicht in Aktionismus verfallen und alles auf den Kopf stellen. Wir haben keine Stimmungslage, in der man denkt, jetzt bricht alles weg", betont Schwarz.

Michael Ebert