Dortmund: 23-Jähriger überwand erste Enttäuschung

Weigl über BVB-Veto für PSG-Wechsel: "Es gab keinen Grund, mich wegzustreiken"

Julian Weigl

Überzeugte beim BVB zuletzt als Innenverteidiger: Julian Weigl. imago

Die erste Saisonhälfte lief für Weigl in Dortmund alles andere als zufriedenstellend. An den ersten 16 Spieltagen standen nur drei Liga-Einsätze zu Buche, davon keiner über 90 Minuten. "Die Hinrunde war nicht einfach für mich. Da musste ich mir ganz klar meine Gedanken machen", sagte Weigl im Interview mit "Eurosport". Die sportliche Wende für den gelernten Mittelfeldspieler kam mit dem 17. Spieltag, als Trainer Lucien Favre ihn beim 2:1-Erfolg gegen Gladbach erstmals als Innenverteidiger einsetzte. Seitdem stand Weigl in jedem Bundesligaspiel in der Startelf.

"Als ich im letzten Hinrundenspiel erfahren habe, dass ich Innenverteidiger spiele, hatte ich schon Respekt vor der Aufgabe. Es ist eine schwierige Position, die ich auch so noch nie gespielt habe", meinte Weigl, der in den fünf Bundesligaspielen im Abwehrzentrum auf einen kicker-Notenschnitt von 2,8 kommt. Hat er dort gar eine Zukunft? "Das wird man sehen. Ich spüre schon, dass der Trainer viel mit mir spricht und mir Tipps gibt", berichtete Weigl, betonte aber auch: "Wir sind alle froh, wenn Manuel Akanji (nach Hüftverletzung, d.Red.) wieder zurück ist, weil er einfach eine unheimliche Qualität hat, die wir auch brauchen. Und wer weiß, vielleicht rutsche ich ja irgendwann noch mal eins vor."

Natürlich war es am Anfang schwer, wenn man so eine Chance in Aussicht hat.

Julian Weigl über den "geplatzten" Wechsel nach Paris

Vielleicht wird aber auch Paris Saint-Germain wieder ein Thema. Thomas Tuchel wollte seinen früheren Schützling schon im Januar zum französischen Meister holen, der BVB dachte allerdings nicht daran, Weigl ziehen zu lassen. "Natürlich war es am Anfang schwer, wenn man so eine Chance in Aussicht hat", gestand Weigl, beim BVB habe es aber "keine Bereitschaft" für einen Wechsel gegeben, "was auch eine Wertschätzung mir gegenüber ist". Dennoch: "Erst einmal will man das ein Stück weit nicht verstehen." Die Beweggründe des Vereins habe er nach den Gesprächen aber nachvollziehen können. "Da konnte ich das auch akzeptieren", so Weigl.

Einen Wechsel zu provozieren, war für den fünfmaligen Nationalspieler ohnehin keine Option: "Ich weiß, was ich an dem Verein habe. Deswegen gab es keinen Grund, Stunk zu machen oder mich wegzustreiken, dafür habe ich die Jungs auch alle viel zu gerne." Einen Wechsel im Sommer wollte Weigl aber nicht ausschließen: "Das wird man sehen. Bis dahin ist es noch eine lange Zeit. Der Fokus gilt jetzt komplett unserer Saison. Was im Sommer passiert, kann ich jetzt noch nicht sagen."

ski

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