Bundesliga

Hannover 96 - Heldt über Jonathas: "Alle haben Fehler gemacht"

Der Brasilianer hat sich verändert, überzeugt aber noch nicht

Heldt über Jonathas: "Alle haben Fehler gemacht"

Jonathas

"Der ist heiß und weiß auch, wo das Tor steht": Jonathas. imago

Doll ist ein Menschenfänger – im besten Sinne. Einer, der offen auf alle zugeht. Selbst Spieler wie der Däne Uffe Bech, der eigentlich keine Chance mehr in der Bundesligamannschaft hat und nur noch im Regionalligateam zum Einsatz kommt, ist für den neuen Chefcoach nicht abgeschrieben: "Ich will mich mit ihm zusammen zu setzen und ihn kennenlernen. Ich will mal hören, was da abgelaufen ist", erzählt Doll.

Und auch der Brasilianer Jonathas, der in seiner ersten Zeit in Hannover weder auf noch neben dem Platz überzeugen konnte, und auch nach seiner Rückkehr aus Brasilien im Januar sportlich noch kein Bein auf die Erde bekommen hat, wird vom Cheftrainer mit warmen Worten bedacht: "Viele, die ihn jetzt beobachten, sagen mir: Das ist der neue Johnny. Das ist gut zu hören und zu sehen", berichtet der Ex-Nationalspieler.

Diese Einschätzung bestätigt auch 96-Manager Horst Heldt: "Wir haben mit Jonathas vor seiner Rückkehr gesprochen und ihm gesagt, was wir von ihm erwarten. Er hat selbst gesagt, dass er es jetzt ganz anders empfindet als beim letzten Mal hier. Aber man muss sich aufeinander einlassen. Das ist bei seiner Verpflichtung anfangs nicht so gewesen. Da haben alle Fehler gemacht. Umso schöner, dass es jetzt nur positive Signale gibt."

Die Integration des 29-Jährigen scheint im zweiten Anlauf also besser zu klappen. Fehlen nur noch die dringend benötigten Tore. Aber Doll ist sich sicher, dass "der Junge uns noch weiterhelfen wird. Johnny hat eine ganz bestimmte Qualität. Der ist heiß und weiß auch, wo das Tor steht. Von Woche zu Woche wird das besser." Das soll sich dann auch mal auf dem Platz zeigen.

Am Samstag (15.30 Uhr) in Hoffenheim dürfte Jonathas - mit rund neun Millionen Euro teuerster Einkauf der 96-Vereinsgeschichte - wohl in der Startelf der Hannoveraner stehen – womöglich als einziger Stürmer, denn Doll wird seine Mannschaft defensiver ausrichten als zuletzt beim 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg.

Gunnar Meggers

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