FSV beendet gegen den KSC die Niederlagenserie

Lauberbach: Zwickaus tragische Figur

Lion Lauberbach

Gegen Karlsruhe im Pech: Zwickaus Lion Lauberbach. imago

Fast wäre Zwickau ein Blitzstart gegen den KSC gelungen - aber nur fast. Lauberbachs Kopfball in der 1. Minute landete am rechten Pfosten des Gäste-Tores. Der FSV hatte mehr vom Spiel und wieder war es Lauberbach, der den nächsten Akzent der Begegnung setzte. Ein feines Solo, ein Schuss - doch wieder stand der rechte Pfosten im Weg und verhinderte die verdiente Führung der Sachsen (30.). "Wir hatten in der ersten Halbzeit klar die besseren Torchancen", erklärte Lauberbach dann auch vor dem MagentaSport-Mikrofon, der 20-Jährige wäre gerne mit einer 2:0-Führung in die Pause gegangen. Es langte aber immerhin zum Führungstreffer, den Kevin Hoffmann besorgte (44.).

Fink mit Routine vom Punkt

Am Ende zu wenig, wie sich herausstellen sollte. "Zum Glück gehen die zwei Pfostenschüsse nicht rein. Zwickau geht verdient in Führung in der ersten Halbzeit", meinte KSC-Routinier Anton Fink, der "wusste, dass wir Qualitäten haben in der zweiten Hälfte auf Chancen" - und eine verwertete der Torjäger. Wieder spielte Lauberbach eine gewichtige Rolle. Denn KSC-Kapitän David Pisot traf den Zwickauer aus kurzer Distanz an der Hand, Schiedsrichter Wolfgang Haslberger zeigte auf den Punkt und Fink verwandelte den fälligen Strafstoß.

Elfmeter? "Schon vertretbar"

Für Fink "war es ein Elfmeter", für Lauberbach letztlich "schon vertretbar. Es war nicht in meinem Ermessen, meine Körperfläche zu vergrößern, ich wollte einfach nur mit meinem Körper blocken und nehme die Hände nach oben. Das ist ein bisschen dumm von mir", gestand der FSV-Angreifer, für den die Szene "extrem ärgerlich" war. Denn, anstatt sich nach seinen zwei Aluminiumtreffern selbst zu belohnen, habe "ich den Gegner belohnt". Ärgerlich aber auch, weil Lauberbach vor dem Spiel zwar mit einem Punkt hätte leben können, am Ende gegen den KSC "aber mehr drin war".

Für Zwickau geht es nun mit dem Kellerduell mit Carl Zeiss Jena, das zwei Punkte schlechter notiert auf einem Abstiegsplatz steht, weiter. Für Lauberbach die Chance, das "Tragische-Helden-Image" schnell wieder loszuwerden.

nik