Nürnberg: Ärger über Rote Karte und Nachspielzeiten

"Man sollte Stoffwürfel nehmen" - Bornemann wird sarkastisch

Simon Rhein (u.)

Musste früh vom Feld: Nürnbergs Simon Rhein (u.). imago

"Sie waren nicht eine Minute besser, nicht mal in Überzahl. Wir hatten heute eine Bombenmannschaft, die einen guten Ansatz gezeigt hat. Beide Tore waren natürlich Geschenke", konstatierte Andreas Bornemann nach Spielende bei "Sky". In Rage brachte den Nürnberger Sportchef vor allem das Zustandekommen der Pleite. Denn schon nach elf Minuten war der Matchplan des Clubs nach einer Roten Karte gegen Simon Rhein (20) dahin. "Das ärgert mich am meisten. Mit Elf-gegen-Elf hätten wir mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verloren. Es ist offene Sohle, aber er sieht ihn nicht und es ist ein junger Spieler. Sicher kann man das als Rote Karte werten, ich finde, dass es eine überharte Entscheidung ist, man muss auch den Verlauf sehen", erklärte Bornemann, warum er die harte Aktion Rheins gegen Hannovers Julian Korb nicht als Platzverweis einstufte.

Bornemann steht weiter zu Köllner

Ungeachtet des Ergebnisses zeigte sich Bornemann mit der Leistung seines Teams zufrieden, weshalb sich auch die Trainerfrage für ihn weiter nicht stelle: "Es gab keine Ansatzpunkte, dass die Mannschaft nicht wollte, wir hatten trotz Unterzahl gute Chancen." Ähnlich wie sein Boss sah auch Trainer Michael Köllner das Kellerduell: "Wir haben nach zehn Minuten eine harte Rote Karte hinnehmen müssen, das beeinflusst das Spiel natürlich. Mit Knöll und Zrelak hatten wir zwei Riesenchancen, da müssen wir in Führung gehen. Hinten raus hat die Mannschaft alles investiert, so bleibt aber ein bitteres 0:2."

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Bornemann wiederum war auch noch aus einem anderen Grund auf das Unparteiischen-Gespann sauer: die Nachspielzeiten. "Es gab jeweils eine Verletzungsunterbrechung und in der zweiten Hälfte zwei Wechsel bei Hannover und drei bei uns. Erst gibt es fünf Minuten Nachspielzeit, dann wie von Zauberhand zwei. Ich bleibe dabei: Man sollte einen großen Stoffwürfel nehmen, da kann jeder nachvollziehen, wie Nachspielzeiten zustandekommen. Es tut mir leid, aber so fällt mir das schwer, das nachzuvollziehen", schimpfte der 47-Jährige.

Mathenia: "Die Boxhandschuhe rausholen"

Auch Christian Mathenia sah den Hauptgrund der Niederlage in der Roten Karte - und fordert von sich und seinem Team nun noch einmal gesteigertes Engagement im Abstiegskampf: "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir mit elf Mann hier heute gewonnen hätten. Hannover hat nichts auf die Platte bekommen, nur lange Bälle geschlagen. Wir haben es versucht, spielerisch zu lösen, haben aber das Glück nicht auf unserer Seite, das ist einfach schade. Die meisten dürften jetzt nicht mehr mit uns rechnen, wir werden uns aber nicht fallen lassen, sondern die Boxhandschuhe rausholen und alles dafür geben, den Verein in der 1. Liga zu halten."

jom