Kaiserslauterns Keeper spielt künftig beim FC Gifu

Resetknopf in Fernost: Sievers geht nach Japan

Jan-Ole Sievers

War als Nummer eins in die neue Saison gegangen: Kaiserslauterns Torhüter Jan-Ole Sievers, der jetzt in Japan spielt. imago

Den 17. September 2018 dürfte Sievers so schnell nicht vergessen. Der Torhüter kämpfte damals mit dem 1. FC Kaiserslautern um die dringend benötigte Trendwende. Fünf Spiele waren die Roten Teufel zum damaligen Zeitpunkt ohne Sieg. Der Absteiger drohte schon früh den angepeilten Wiederaufstieg aus den Augen zu verlieren. Gegen Fortuna Köln stand es auf dem heimischen Betzenberg kurz vor Schluss 3:2. Sievers hatte in der zweiten Hälfte einen Elfmeter gehalten. Dann segelte in der Nachspielzeit ein Eckball in den Strafraum. Der Torhüter kam aus seinem Tor - und ließ den Ball durch die Hände rutschen. Momente später lag die Kugel im Netz - 3:3. Der FCK trat weiter auf der Stelle - für Sievers (kicker-Note 5,5) sollte es das letzte Spiel im Trikot der Lauterer sein.

Denn der Keeper hatte nicht nur in der Schlussminute den Sieg durch die Hände gleiten lassen. Er hatte sich schon zuvor einen Sehnenriss im Oberarm zugezogen und fiel daraufhin wochenlag aus. Seinen Stammplatz, den er im Sommer im Zweikampf mit Nachwuchstalent Lennart Grill erkämpft hatte, war er los, obwohl er mit großen Hoffnungen in die Spielzeit gestartet war. Und die Neuauflage des Konkurrenzkampfs um die Nummer eins in der Winterpause verlor er. Grill, in der Torwartschule von Torwarttrainer Gerry Ehrmann gereift, erhielt das Vertrauen von Neu-Trainer Sascha Hildmann .

Spielersteckbrief Sievers

Sievers Jan-Ole

Trainersteckbrief Hildmann

Hildmann Sascha

Kein Platz auf der Bank: Sievers will Spielpraxis

Mit dem Platz auf der Bank wollte sich Sievers aber offensichtlich nicht anfreunden. "Jan-Ole ist mit dem Wunsch an uns herangetreten, sich ausleihen zu lassen, da er in einer Leihe die Chance sieht, in den kommenden Monaten regelmäßig spielen zu können", wird Sport-Geschäftsführer Martin Bader in einer Mitteilung des FCK zitiert. Sievers habe sich immer "hochprofessionell verhalten", weshalb ihm der Verein die Chance ermöglichen wollte.

Im neuen Jahr soll die Situation neu bewertet werden

Im fernen Japan will Sievers den Resetknopf drücken - Zeit genug hat dafür. Die Leihe läuft bis zum 31. Dezember 2019. In zehn Monaten soll dann entschieden werden, wie es weitergeht. "Für uns bedeutet diese Leihe, dass er Spielpraxis sammeln kann und wir die sportliche Situation nach diesem Jahr neu bewerten können", betont Bader.

pau